• IT-Karriere:
  • Services:

C_Two: Der zweite elektrische Supersportwagen von Rimac

Der kroatische Sportwagenhersteller Rimac präsentiert in Genf seinen elektrischen Concept Two. Das zweisitzige Elektroauto bringt es auf 412 km/h und bis zu 650 km Reichweite.

Artikel von Dirk Kunde veröffentlicht am
Elektrischer Supersportwagen Rimac Concept Two: kein Auto für den Sonntagsausflug
Elektrischer Supersportwagen Rimac Concept Two: kein Auto für den Sonntagsausflug (Bild: Dirk Kunde)

Es ist nur ein kleines Detail, doch eine Lüftungsschlitzabdeckung ist als Anspielung auf die Herkunft des kroatischen Supersportwagens gedacht. Auf dem Genfer Autosalon hat Mate Rimac, der gleichnamige Gründer des Elektroautoherstellers, sein zweites Konzeptauto vorgestellt. Die Abdeckung vor den Hinterrädern hat die Form einer Krawatte. "Kroatische Soldaten hatten ihr Halstuch im Kampf gegen Napoleon wie eine Krawatte gebunden", erklärt Adriano Mudri, Director of Design bei Rimac, die Herkunft des Begriffs und damit die Form der Abdeckung.

Stellenmarkt
  1. OVB Vermögensberatung AG, Köln
  2. i22 Digitalagentur GmbH, deutschlandweit (Home-Office)

Rimac bezeichnet den Concept Two (C_Two) auch als GT Hypercar. Er beschleunigt aus dem Stand in unter zwei Sekunden auf 100 km/h. Teslas neuer Roadster braucht 2,1 Sekunden und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h. Der C_Two schafft 412 km/h. "Eigentlich könnte er noch schneller, aber die Reifen sind hier der limitierende Faktor", sagt Mudri.

Der Akku speichert 120 kWh, was für 650 km (NEFZ) reicht. Der neue Tesla Roadster liegt bei 200 kWh und soll 1.000 km schaffen. Vier separate Motoren treiben die Räder beim Rimac an (1.914 PS, 1.408 kW und 2.300 Nm Drehmoment). Ausgestattet ist der Sportwagen mit Hardware für autonomes Fahren im Level 4. Sechs Kameras, fünf Radar- und zwölf Ultraschallsensoren sowie ein Lidar-Sensor sorgen für ein Abbild der Umwelt.

Natürlich will man einen derartigen Sportwagen selber fahren, doch sechs Fahrmodi unterstützen den Fahrer. Neben leichterem Driften gibt es den Driving Coach. Der ist für die Rennstrecke gedacht. Er gibt Tipps zum idealen Brems- und Einlenkpunkt auf einer Rennstrecke. Man kann aber auch gegen den Concept Two fahren. Der Wagen legt die erste Rundenzeit im autonomen Modus zurück, danach versucht der Fahrer, die Rundenzeit zu unterbieten.

Das Unternehmen mit rund 350 Mitarbeitern hat seinen Sitz in einem Vorort von Zagreb. Gründer Mate Rimac wird auch als Elon Musk des Balkans bezeichnet. Der Rennfahrer rüstete 2007 einen BMW auf Elektroantrieb um, bevor er 2009 sein Unternehmen gründete.

Ein Unfall machte Rimac bekannt

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde der Name Rimac im vergangenen Sommer durch einen spektakulären Unfall bekannt. Richard Hammond, TV-Moderator von The Grand Tour, schoss in der Schweiz mit dem Rimac Concept One über das Ziel hinaus und stürzte einen Abhang hinab, wo der Wagen in Flammen aufging. Hammond wurde aus dem Wagen gezogen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Auf die Frage, ob der Unfall der Markenbekanntheit geholfen habe, wird Mudri einsilbig und mag nicht recht darauf eingehen.

Rimac baut nicht nur Supersportwagen, sondern konfiguriert auch Batteriepakete für andere Hersteller. Abnehmer sind beispielsweise Aston Martin und das schwedische Unternehmen Koenigsegg. Das Volumen der Batteriefertigung soll von aktuell 100 pro Jahr auf bis zu 10.000 in den kommenden Jahren erweitert werden.

  • Der elektrische Supersportwagen Rimac Concept Two (Bild: Rimac)
  • Das Auto hat Scherentüren. (Foto: Dirk Kunde)
  • Der Fahrer sitzt nicht wie bei vielen Elektroautos auf, sondern neben dem Akku. (Foto: Dirk Kunde)
  • Desgin-Detail: Die Abdeckung des  Lüftungsschlitzes ähnelt einer Krawatte. (Foto: Dirk Kunde)
  • Firmengründer Mate Rimac und sein neuer Supersportwagen (Foto: Dirk Kunde)
  • Blick ins Innere des 1,7 Millionen Euro teuren Autos (Foto: Dirk Kunde)
Der elektrische Supersportwagen Rimac Concept Two (Bild: Rimac)

Den Concept Two öffnet kein Schlüssel, sondern eine Gesichtserkennung. Danach nehmen Fahrer und Beifahrer in dem Monocoque aus Kohlefaser Platz. Neben den drei Bildschirmen sorgen in Aluminium gefasste Drehräder und Knöpfe für klassisches Auto-Feeling. Wie in Supersportwagen üblich, sitzt man extrem tief. Hier hockt man nicht auf, sondern neben der Batterie. Der Designer betont im Gespräch, dass der Concept Two kein Sonntagsausflugauto sei.

Das Kühlsystem sorgt dafür, dass die Batterie nicht überhitzt und ihre Leistungsabgabe einschränkt. "Wir schaffen damit zwei volle Runden auf dem berühmten Nürburgring in Renngeschwindigkeit ohne spürbaren Leistungsabfall", sagt Mudri. Dafür sorgt auch ein niedriger Luftwiderstandskoeffizient von 0,28.

Der elektrische Fahrspaß hat seinen Preis: Los geht es bei 1,7 Millionen Euro. Wer jetzt bestellt, kann mit dem Concept Two im ersten Quartal 2020 rechnen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 398,15€ (Bestpreis!)
  2. 798,36€ (Bestpreis!)
  3. 661€ (mit Rabattcode "YDE1NUMXRJSHH3QM" - Bestpreis!)
  4. (u. a. Huawei MateBook D 14 14 Zoll IPS Ryzen 5 256GB SSD für 539,65€, HP Desktop PC Ryzen 5...

Josia 10. Mär 2018

Welcher Straßenzugelassene Verbrenner liefert denn die Leistung des C_Two für mehr als 2...

Dwalinn 09. Mär 2018

Bin direkt von Hammond ausgegangen.... bei mir müsste man nicht mal ein Auto mehr...

LastSamuraj 09. Mär 2018

A. Tesla hat eine Mischkalkulation B. Rimac Kostet 1,7 Mio nicht weil es so viel in der...


Folgen Sie uns
       


Disney Plus - Test

Der Streamingdienst Disney Plus wurde am 24. März 2020 endlich auch in Deutschland gestartet. Golem.de hat die Benutzeroberfläche einem Test unterzogen und auch einen Blick auf das Film- und Serienangebot des Netflix-Mitbewerbers geworfen.

Disney Plus - Test Video aufrufen
Zero SR/S: Brutale Beschleunigung, lange Ladezeiten
Zero SR/S
Brutale Beschleunigung, lange Ladezeiten

Motorradfahrern drohen Fahrverbote mit lärmenden Maschinen. Ist ein Elektromotorrad wie die Zero SR/S eine leise Alternative zum Verbrenner?
Ein Erfahrungsbericht von Peter Ilg

  1. Blacktea Elektro-Moped mit 70 km Reichweite ab 2.300 Euro
  2. Akzeptable Reichweite Pursang E-Track als leichtes Elektromotorrad für Pendler
  3. Zero Motorcycles Elektrischer Sporttourer Zero SR/S mit 14,4-kWh-Akku

Garmin Instinct Solar im Test: Sportlich-sonniger Ausdauerläufer
Garmin Instinct Solar im Test
Sportlich-sonniger Ausdauerläufer

Die Instinct Solar sieht aus wie ein Spielzeugwecker - aber die Sportuhr von Garmin bietet Massen an Funktionen und tolle Akkulaufzeiten.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearables Garmin Connect läuft wieder
  2. Wearables Server von Garmin Connect sind offline
  3. Fenix 6 Garmin lädt weitere Sportuhren mit Solarstrom

Programmierer als Künstler: Von der Freiheit, Neues in Code zu denken
Programmierer als Künstler
Von der Freiheit, Neues in Code zu denken

Abgabetermine und Effizienzansprüche der Auftraggeber drängen viele dazu, Code nach Schema F abzuliefern. Dabei kann viel Gutes entstehen, wenn man Programmieren als Form von Kunst betrachtet.
Von Maja Hoock

  1. Ubuntu Canonical unterstützt Flutter-Framework unter Linux
  2. Complex Event Processing Informationen fast in Echtzeit auswerten
  3. Musik Software generiert Nirvana-Songtexte

    •  /