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C-Labs: Samsung baut Mining-System aus Galaxy S5

Bitcoins minen per CPU kann jeder - nicht aber per Smartphone: In den C-Labs hat Samsung gleich 40 alte Galaxy S5 zu einem Mining-Rig gekoppelt. Schnell sind die zwar nicht, dafür effizient.
/ Marc Sauter
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Mining-Rig aus Galaxy S5 (Bild: Kyle Wiens via Motherboard)
Mining-Rig aus Galaxy S5 Bild: Kyle Wiens via Motherboard

Alte Smartphones recyceln oder gar wegwerfen? Keine Option für Samsungs C-Labs: Die haben 40 alte Galaxy S5 genommen und einen Rechen-Cluster gebaut, der zum Schürfen der Kryptowährung Bitcoin eingesetzt wird. Die Creative-Labs sind eine Samsung-interne Abteilung, die Ideen entwickeln soll, etwa im Rahmen des Upcycling-Programms zur weiteren Verwendung von alten Smartphones. Das Bitcoin-System wurde auf der Samsung Developer Conference 2017(öffnet im neuen Fenster) gezeigt, wie Motherboard(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Samsung zeigt Galaxy Upcyling auf der SDC 2017
Samsung zeigt Galaxy Upcyling auf der SDC 2017 (01:21)

Vor Ort hat Kyle Wiens, der CEO von iFixit, einige Fotos des Clusters gemacht: Die Galaxy S5 sind miteinander verbunden und erreichen Samsung zufolge pro Gerät eine Rechenleistung von etwa 2.600 Kilohashes pro Sekunde bei 4 Watt. Ein Core i7-2600 von 2011 , damals ein sehr schneller Desktop-Prozessor schafft zwar 20.000 Kilohashes pro Sekunde, weist aber eine thermische Verlustleistung von 95 Watt plus restliches System auf.

Folgerichtig ist ein Samsung Galaxy S5 mit 650 Kilohashes pro Sekunde pro Watt viel effizienter als der Intel-Chip mit 211 Kilohashes pro Sekunde pro Watt. Praktisch nutzbar ist der Smartphone--Cluster nur bedingt, da die Geschwindigkeit sehr niedrig ausfällt. Gerade Bitcoins werden mittlerweile vor allem mit angepassten ASICs geschürft.

Robin Schultz, ein Samsung-Sprecher, beschreibt das Upcycling-Programm als "innovative Plattform, die einen umweltfreundlichen Ansatz verfolgt, alten Galaxy-Geräten neues Leben einzuhauchen und ihnen eine Bestimmung zu geben statt wegzuwerfen." Weitere Ideen sind etwa die Überwachung eines Aquariums, ein Ubuntu-Laptop mit Galaxy-Hardware oder eine Eule, die aus einem Galaxy-Smartphone besteht und eine Gesichtserkennung unterstützt.


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