C++-Framework: Qt 5.11 verbessert QML und bringt offenen Compiler

Rund eine Woche früher als ursprünglich geplant ist die aktuelle Version 5.11 des C++-Frameworks Qt(öffnet im neuen Fenster) erschienen. Größere Veränderungen hat das Team für diese Version an der Engine der eigenen integrierten Sprache QML durchgeführt, die vor allem zum Erstellen von Benutzeroberflächen gedacht ist. Laut Ankündigung hat das Team die Compiler-Pipeline hierfür komplett neu erstellt, was eine bessere Leistung bringen soll und den Pflegeaufwand verringert.
Die neue Pipeline kompiliert den QML-Code dabei in plattformunabhängigen Bytecode, der dann auch gecached werden soll. Der Bytecode kann ebenfalls Ahead-of-time kompiliert werden, wozu der QML-Compiler genutzt werden kann, der nun auch in der Open-Source-Variante von Qt zur Verfügung steht. Details zum neuen Aufbau der Compiler-Infrastruktur für QML(öffnet im neuen Fenster) liefert ein separater Blogeintrag der Qt-Macher.
Für das eigene Basismodul Qt Core hat das Team an einer besseren Kompatibilität zur Standard Template Library (STL) gearbeitet. Ebenfalls als Teil von Qt Core hat das Team die Unterstützung für den Unicode-Standard 10 verbessert, was nun etwa für bidirektionalen Text genutzt werden kann. Für iOS unterstützt Qt 5.11 nun ALPN und damit auch HTTP/2. Das Qt-Network-Modul kann außerdem direkt eine HTTP/2-Verbindung starten, ohne diese vorher aushandeln zu müssen.
Eine für das Team weitere wichtige Neuerung ist der Umbau zur Unterstützung von Barrierefreiheit unter Windows, was nun Microsofts UI Automation verwendet statt wie bisher Microsoft Active Accessibility - das soll die Technik deutlich verbessern. Unter Windows kommen die Widget-Styles nun auch besser mit hochauflösenden Displays klar.
Weitere Details und Neuerungen von Qt 5.11(öffnet im neuen Fenster) finden sich in der Ankündigung sowie dem Projekt-Wiki.



