C++ Framework: Qt 5.10 streamt UIs und bringt moderne Crypto
Pünktlich im Halbjahrestakt ist die Version 5.10 des C++-Frameworks Qt erschienen(öffnet im neuen Fenster) . Zusätzlich dazu ist auch die Version 1.0 des Qt 3D Studios(öffnet im neuen Fenster) erschienen. Letzteres ist Anfang dieses Jahres von Nvidia an Qt gespendet worden und soll eine einfache Möglichkeit bereitstellen, 3D-Oberflächen zu erstellen und zu gestalten. Das Qt 3D Studio läuft mit Version 5.9 und 5.10 von Qt und ist mehr oder weniger unabhängig von den eigentlichen Neuerungen des Frameworks selbst.
So bietet Qt nun ein neues sogenanntes QPA-Plugin, das das Streaming eines auf Qt basierenden UIs an jeden beliebigen Browser ermöglicht, der WebGL unterstützt. Außerdem bietet Qt nun einen einfachen Zugriff auf die OpenGL ES 3.2 API. Das zur UI-Gestaltung nutzbare Qt Quick enthält neue Pointer Handler, die den Umgang mit komplexen Multi-Touch-Gesten deutlich vereinfachen sollen. Die Unterstützung hierfür ist allerdings noch eine technische Vorschau.
Überarbeitet hat das Team auch die Qt Quick Controls. Zum Styling der damit gebauten Kontrollelemente kann nun auch auf eigenes Artwork zurückgegriffen werden. Diese Technik basiert auf Bilddateien und soll es ermöglichen, schneller als bisher ein eigenes Look-and-Feel umzusetzen. Ebenfalls neu verfügbar ist ein Fusion genannter Style, der plattformunabhängig für Desktop-Anwendungen genutzt werden soll.
Aktuelle Crypto und neuer Zufall
Mit Qt 5.10 kann für Netzwerkaufgaben nun auch OpenSSL 1.1 verwendet werden. Für Letzteres ist die API aufgeräumt worden, alte Standards wurden entfernt, und neu hinzugekommen sind der Verschlüsselungsalgorithmus ChaCha20 sowie der Schlüsselaustausch X25519. Das Netzwerkmodul von Qt speichert in Version 5.10 außerdem HSTS-Richtlinien und implementiert die unverschlüsselte Variante von HTTP/2 (h2c), die aber etwa von den großen Browserherstellern nicht unterstützt wird.
Der Kern von Qt 5.10 enthält nun auch die Klasse QRandomGenerator, die einen guten Zufallszahlengenerator bietet und außerdem die Möglichkeit, auf Zufallszahlen zuzugreifen, die über Fähigkeiten des Betriebssystems oder der genutzten Hardware ohne Startwert (Seed) erzeugt werden können.
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