C-Ersatz: Debian kann mit Rust Coreutils laufen
Die in Rust geschriebenen Coreutils(öffnet im neuen Fenster) befinden sich nun als Paket in den Experimental-Paketquellen von Debian(öffnet im neuen Fenster) . Das berichtet der für die Arbeiten zuständige Entwickler Sylvestre Ledru in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) . Bei dem Projekt handelt es sich um eine Re-Implementierung der GNU Coreutils, also der Werkzeugsammlung für die teilweise schon sehr alten Kommandozeilenwerkzeuge wie cp , mv , ls , cat , env und viele weitere(öffnet im neuen Fenster) .
Der bei Mozilla angestellte Entwickler Ledru habe sich dem Projekt in der laufenden Covid-19-Pandemie angenommen, um ein privates Projekt zu haben und die Sprache Rust besser zu erlernen. Ziel der in Rust geschriebenen Coreutils ist es dabei, einen vollständigen Ersatz für die gleichnamige Werkzeugsammlung aus dem GNU-Projekt zu erstellen, deren Programme in C geschrieben sind.
Ledru wollte eigenen Angaben zufolge mit der Nutzung in Debian überprüfen, wie weit fortgeschritten die Arbeiten an den Rust Coreutils bereits sind und ob diese produktiv einsetzbar sind. Denn derzeit fehlen immer noch viele Optionen in dem Rust-Projekt, die die GNU-Werkzeuge bieten. Ebenso wird nur ein Bruchteil der Tests in der offiziellen Test-Suite erfüllt.
Das Erstellen des Debian-Pakets habe dabei einige Schwierigkeiten verursacht, die mit dem immer noch vergleichsweise neuen Rust-Ökosystem im Zusammenhang stehen. Noch werden die Rust Coreutils außerdem auch nicht als Ersatz für die GNU Coreutils installiert, sondern in einen eigenen Unterordner. Nutzen lassen sich die Werkzeuge aber natürlich dennoch.
Dank des weitgehenden Verzichts von Systemd auf Skripte startet das Debian-System mit den Rust Coreutils auch ohne Fehler. Ledru hat jedoch einige Fehler bei den Installationsskripten von zahlreichen anderen Paketen gefunden, da den Rust Coreutils noch einige Funktionen fehlten. Der Entwickler hat diese Probleme zumindest für die 1.000 beliebtesten Debian-Pakete behoben und die notwendigen Optionen in den Rust Coreutils umgesetzt. Ähnliches gilt für ein leicht unterschiedliches Verhalten zwischen den GNU und Rust Coreutils, was Ledru für letztere ebenso angepasst hat.
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