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C&C Rivals im Test: Tiberium für unterwegs

Schicke Grafik und schnelle Matches gegen andere Generäle, dazu viel Inhalt zum Tüfteln und Ausprobieren - aber auch aufdringliche Mikrotransaktionen: Mit Rivals hat Electronic Arts einen ordentlichen Ableger von Command & Conquer für mobile Endgeräte veröffentlicht.

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Eine Atomrakete zerstört in C&C Rivals die feindliche Basis.
Eine Atomrakete zerstört in C&C Rivals die feindliche Basis. (Bild: Electronic Arts/Screenshot: Golem.de)

Bei der Präsentation gab es auffällig wenig Beifall. Kein Wunder, nachdem Electronic Arts das Echtzeit-Strategiespiel Command & Conquer Rivals im Sommer 2018 vorgestellt hatte, waren viele Serienfans sauer auf den Publisher. Die Community hätte lieber einen echten Nachfolger für Windows-PC statt eines Ablegers für mobile Endgeräte gehabt. Immerhin, inzwischen dürfte zumindest ein Teil der Spieler nach der Ankündigung, dass es Remaster-Versionen des ersten Command & Conquer und von Alarmstufe Rot geben wird, wieder halbwegs versöhnt sein.

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Ein guter Zeitpunkt also, um Rivals zu veröffentlichen. Das Spiel ist ab sofort als kostenloser Download für Smartphones und Tablets mit iOS und Android erhältlich. Beim Anspielen macht das Mobile Game einen guten Eindruck, jedenfalls stimmen die Grundlagen: Auf Geräten in allen Größen sieht das Spiel schick aus, die Steuerung geht flott von der Hand, das Gameplay wird vom Tutorial verständlich erklärt.

Klassische Echtzeitschlachten mit riesigen Heeren gibt es in Rivals nicht. Stattdessen kämpfen GDI und Nod auf vergleichsweise kleinen Arealen darum, die Stellungen um eine Atomrakete möglichst lange zu besetzen. Wenn GDI das besser macht, kippt das Geschoss mit Zeitzünder in Richtung des feindlichen Lagers - man sieht richtig, wie der Sprengkopf im Laufe der Gefechte mal nach links und mal nach rechts zielt.

Sobald der Countdown abgeschlossen ist, zischt das Geschoss davon und detoniert über einem der verfeindeten Hauptquartiere. Ein derartiger Treffer reicht nicht zum Sieg - es müssen zwei sein, also geht der Kampf weiter. Normalerweise dauern die Partien um die drei bis acht Minuten, anschließend folgt aber noch eine Phase mit dem Öffnen von Schatztruhen, dem Upgraden von Einheiten und ähnlichen Aktivitäten, für die noch mal ein bis zwei Minuten einzuplanen sind.

In den Kämpfen treten immer zwei menschliche Generäle an - Rivals ist also Player-versus-Player (PvP) pur. Das Matchmaking erfolgt automatisch und schnell, echten Kontakt zwischen den Teilnehmern, etwa über ein Chatsystem, gibt es nicht. Anstelle von echten Namen werden bei den Matches ebenso wie in den Ranglisten ausschließlich die frei wählbaren Pseudonyme angezeigt.

Um zu gewinnen, müssen Spieler über Symbole am Bildschirmrand erst eine Kaserne und eine Waffenfabrik, und dann natürlich auch Infanterie und Panzer sowie andere Fahrzeuge produzieren. Die Soldaten und Panzer orientieren sich grob an der Welt von Command & Conquer. Rivals setzt sehr konsequent auf die serientypischen Massenschlachten und das Schere-Stein-Papier-Prinzip - beides erwähnt das Tutorial mehrfach. Es gibt sogar eine spezielle Anzeige für jede Einheit, in der genau erklärt wird, gegen welchen feindlichen Truppentyp sie geeignet ist.

  • Diese Übersicht ist eine Art Kampagnenkarte - es gibt aber nur PvP-Multiplayerpartien. (Bild: Electronic Arts/Screenshot: Golem.de)
  • Auf dem Schlachtfeld kämpfen die beiden Teilnehmer um die farbig markierten Felder. (Bild: Electronic Arts/Screenshot: Golem.de)
  • Im Store gibt es für echte Euro zusätzliche Credits. (Bild: Electronic Arts/Screenshot: Golem.de)
  • Zum Levelaufstieg der Einheiten wirden Credits benötigt - viele. (Bild: Electronic Arts/Screenshot: Golem.de)
  • Ein paar Extras gibt es nach jeder Partien in Schatzkisten. (Bild: Electronic Arts/Screenshot: Golem.de)
  • Rivals setzt bewusst auf das Schere-Stein-Papier-Prinzip. (Bild: Electronic Arts/Screenshot: Golem.de)
Diese Übersicht ist eine Art Kampagnenkarte - es gibt aber nur PvP-Multiplayerpartien. (Bild: Electronic Arts/Screenshot: Golem.de)

Während der Partien müssen Spieler möglichst schnell Gebäude hochziehen und eine Armee produzieren, dann die Areale rund um die Atombombe besetzen und gleichzeitig darauf achten, den Feind frühzeitig zu zerlegen. Das Ganze spielt sich recht schnell, viel Zeit zum Überlegen gibt es nicht - Fehler werden sofort bestraft, Glück spielt keine große Rolle.

Umso wichtiger, zumindest wenn man ernsthaft wettbewerbsorientiert spielt: Der Einsatz von echten Euro macht das Generalsleben sehr viel einfacher. Vor allem das Training der Einheiten wirkt sich spürbar auf deren Erfolg aus. Die für Stufenaufstiege nötigen Credits bekommt man zwar auch so bei beendeten Partien, aber längst nicht in ausreichender Anzahl. In der Praxis hat Rivals den Spieler ungefähr nach einer Stunde immer wieder auf die Seite mit den Mikrotransaktionen geschickt, wo er neue Credits für mindestens 2,29 Euro kaufen kann. Um sinnvoll weiterspielen zu können, dürfte allerdings eher das Paket für rund 22 Euro nötig sein.

Fazit

Inhaltlich hat Rivals wenig mit einem echten Command & Conquer zu tun, Spaß macht es trotzdem. Die Anspielungen auf GDI und Nod sind ein schöner Gruß aus einer bekannten Welt. Grafik und Steuerung sind ebenso wie das eigentliche Gameplay gelungen. Das Spiel entfaltet rasch einen gewissen Suchtfaktor, durch den Kampf gegen echte Menschen wirkt das Ganze außerdem spannender als Partien gegen eine KI - obwohl man vom Gegenüber ja eigentlich nichts mitbekommt.

Allerdings sollten sich Spieler darüber im Klaren sein, dass nach einer kurzen Phase des Ausprobierens eigentlich kein Weg am Store und am Einsatz von mindestens knapp 20 Euro vorbeiführt. Unterm Strich ist Rivals zwar kein Muss für Fans von C&C. Aber wer schnelles und durchaus anspruchsvolles PvP für unterwegs sucht, sollte dem Titel eine Chance geben.



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PerilOS 10. Dez 2018

Naja so ist es halt mit F2P. Aber ich hab gehört das mit nem 20er man gut bedient ist auf...

DJD 08. Dez 2018

Ich habe das Spiel jetzt effektiv etwa 3-4h gespielt und keinen Cent ausgegeben, dennoch...

bastie 07. Dez 2018

Der Link ist korrekt. Es gibt nur Multiplayer 1on1. Es gibt keinen Singleplayer.

CSCmdr 07. Dez 2018

Von Thimbleweed Park gibt es einen Mobile Port? Das es einen für die Switch gibt, wei...

bastie 06. Dez 2018

Ich muss mich korrigieren: der Bonus von 1000 ist XP, nicht Medaillen. Sorry, aber es...


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