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C-Band: Telekom erweitert ihr Gigabit-5G-Netz

Seit Oktober 2022 hat die Telekom ihr Mobilfunknetz weiter verbessert. 8.000 5G-Antennen im C-Band sind jetzt in Betrieb.
/ Achim Sawall
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Bei modernen Mobilfunkantennen muss der Techniker kaum noch auf den Mast steigen. (Bild: Deutsche Telekom)
Bei modernen Mobilfunkantennen muss der Techniker kaum noch auf den Mast steigen. Bild: Deutsche Telekom

Bei der Deutschen Telekom sind jetzt rund 8.000 5G-Antennen im C-Band auf der 3,6-GHz-Frequenz aktiv. Das gab der Mobilfunkbetreiber am 13. Januar 2023 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Seit Oktober 2022 wurde das Netz nach Angaben des Betreibers an bundesweit 3.096 Standorten ausgebaut.

618 Mobilfunkstandorte wurden neu errichtet. Zusätzlich wurde die Mobilfunk-Kapazität an 2.478 bereits im Betrieb befindlichen Standorten erhöht, erklärte Abdu Mudesir, seit 1. Januar 2023 neuer Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland.

Gigabit-Datenraten in der Fläche auch ohne 3,6 GHz

Bei 5G lassen sich nur im C-Band wirklich hohe Datenübertragungsraten mit 1 GBit/s erreichen. Mit steigender Frequenz sinkt die Reichweite, dafür steigt aber die erzielbare Datenübertragungsrate. Weil hier viele Antennen nötig sind, bauen die Netzbetreiber das C-Band nur in Städten aus. Doch die Telekom will künftig Gigabit-Datenraten in der Fläche auch ohne 3,6 GHz (C-Band) anbieten. "Wir werden bei vielen Tausend Stationen in der Fläche in der Lage sein, 1 Gigabit ohne 3,6 GHz anzubieten, durch Einsatz all unserer Spektren. Das ist etwas, woran das Team arbeitet", sagte der scheidende Technikchef Walter Goldenits am 2. Dezember 2022.

Er bezog sich damit auf Carrier Aggregation, die Kombination der Frequenzbänder. 5G-Frequenzen aus dem Mid-Band im 1,8-Gigahertz-Bereich versorgen einen Umkreis von bis zu drei Kilometern und bringen Bandbreiten von bis zu 500 MBit/s in der gesamten Funkzelle. Im Low-Band bei 700 Megahertz reichen die Frequenzen bis zu acht Kilometer weit und bringen Datenraten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde bei 5G und im LTE-Netz.

Angesichts der Schwierigkeiten bei der Vorbereitung der Standorte für die C-Band-Aufrüstung bestehender Sites durch Stahlbau oder Genehmigungen scheint das ein ordentliches Ergebnis. Natürlich hält die Ausbaurate nicht mit denen in anderen Ländern/Regionen mit, insbesondere im Vergleich zu China und anderen asiatischen Ländern. Andererseits wirkt der 5G-Impact auf den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer (ARPU) und die Gesamtumsätze vernachlässigbar, die Umsatzwachstumsrate liegt allgemein bei zwei Prozent. Allerdings stieg der durchschnittliche Nutzerdaten-Verbrauch (DOU) im Jahr 2022 um rund 35 Prozent, womit die 5G-Roll-outs unter Kapazitätsbewältigung zu verbuchen sind.


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