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bZ4X: Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an

Toyota bietet Kunden den Rückkauf seiner Elektro-SUVs an, nachdem diese im Juni wegen loser Radnabenschrauben zurückgerufen wurden.
/ Andreas Donath
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Toyota bZ4X (Bild: Toyota)
Toyota bZ4X Bild: Toyota

Toyota kauft zurückgerufene Elektroautos zurück, wenn das Vertrauen der Kunden anders nicht wiederhergestellt werden kann.

Toyota musste das neue Elektroauto bZ4X bereits zurückrufen , weil die Gefahr besteht, dass die Fahrzeuge ihre Räder verlieren. Betroffen sind etwa 2.700 Autos. Die Rückrufaktion fand nicht einmal zwei Monate nach der Markteinführung statt. Die losen Radnabenschrauben waren vom Hersteller nicht bemerkt worden.

Zunächst warnte Toyota alle Besitzer eines bZ4X davor, die Fahrzeuge zu bewegen. Stattdessen sollten sie ihren Händler informieren. Diese sollten die Autos abholen und reparieren und im Gegenzug kostenlose Leihwagen zur Verfügung stellen.

Nach einem Bericht von Electrek(öffnet im neuen Fenster) haben die Kunden von Toyota noch einige darüber hinausgehende Entschädigungen angeboten bekommen, darunter eine Gutschrift in Höhe von 5.000 US-Dollar, eine verlängerte Garantie und kostenloses Aufladen an EVgo-eigenen Ladestationen in den USA bis Ende 2024. Wer von Toyotas Fehler so enttäuscht ist, dass er oder sie das Auto nicht mehr fahren will, kann es zurückgeben und erhält sein Geld zurück. Toyota fügte dem Bericht nach hinzu, dass der Rückkauf vom Zustand des Fahrzeugs abhängt.

Toyota hat auf der gleichen Plattform nicht nur den bZ4X gebaut, sondern diese auch mit Subaru geteilt. Der Subaru Solterra ist deshalb ebenfalls von dem Rückruf betroffen.

Der bZ4X basiert auf der Elektroauto-Plattform e-TNGA und ist mit einem Akku mit 71,4 kWh ausgerüstet. Er soll eine Reichweite von 450 bis 500 km (WLTP) erzielen und mit bis zu 150 kW geladen werden können.

Das Fahrzeug wird wahlweise mit Frontantrieb und 150 kW oder mit Allrad und insgesamt 160 kW Leistung angeboten. Auf den Akku wird standardmäßig eine Garantie von 8 Jahren oder 160.000 km Laufleistung gegeben, wobei die Kapazität in dieser Zeit nicht unter 70 Prozent sinken soll. Optional soll es eine zehnjährige Garantie geben. Dann muss das Auto allerdings jährlich in die Werkstatt.

Beide Varianten erreichen eine Topgeschwindigkeit von 160 km/h. Der Fronttriebler beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 8,4 Sekunden, das Allradmodell in 7,7 Sekunden. In rund 30 Minuten soll der Akku an einer 150-kW-DC-Schnellladesäule zu 80 Prozent aufgeladen werden. Zunächst ist aber nur ein Ladegerät für 6,6-kW-Wechselstrom eingebaut. Das 11-kW-Bordladegerät soll erst Ende 2022 kommen.

In den vergangenen Monaten hat es bereits mehrere Rückrufe neuer Elektroautos gegeben. Diese betrafen unter anderem den Ford Mustang Mach-e , den Lucid Air sowie die Modelle Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 .


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