Byton M-Byte: Das Auto mit Cloud-Anschluss

Erste Testfahrt in einem M-Byte von Byton: Das chinesische Unternehmen präsentiert sein Elektroauto-Konzept beim US-Gipfeltreffen der Oldtimer-Sammler in Pebble Beach.

Ein Bericht von Dirk Kunde veröffentlicht am
Elektroauto M-Byte von Byton in Pebble Beach: Wurzeln in China, Chefbüro in Kalifornien
Elektroauto M-Byte von Byton in Pebble Beach: Wurzeln in China, Chefbüro in Kalifornien (Bild: Dirk Kunde)

Langsam und lautlos rollt der M-Byte vom Parkstreifen auf die Straße. Das Showcar von Byton trägt noch kein Kennzeichen, doch hier auf dem abgesperrten Gelände des Pebble-Beach-Golfclubs darf es seine Runden drehen. Das elektrische SUV ist das krasse Gegenteil der übrigen Fahrzeuge auf dem Gelände. An diesem Wochenende treffen sich in Kalifornien Autosammler aus aller Welt und bestaunen beim Concours d'Élégance Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aus den letzten 100 Jahren.

Inhalt:
  1. Byton M-Byte: Das Auto mit Cloud-Anschluss
  2. Das Auto als Smart Device
  3. Auch Oldtimer-Fans begeistern sich für E-Autos

"Uns geht es darum, hier eine Vision zu zeigen, wie Autofahren morgen aussehen wird", sagt Daniel Kirchert, President und Mitgründer von Byton. Dabei fällt als erstes der Monitor ins Auge. Mit 125 x 25 cm nimmt er die gesamte Breite ein. Steht das Elektroauto, meint man, die digitalen Inhalte würden beim Fahren ablenken. Doch auf der Testrunde wird deutlich: Man kann wunderbar über den Monitor hinweg auf die Straße schauen. Der Fahrer hat Tempo und Rückspiegel im Blick. Echte Spiegel gibt es nicht, es sind Kameraaufnahmen. In der Mitte des Monitors läuft ein Videotelefonat und vor dem Beifahrersitz erscheint eine Musikauswahl.

Gesteuert werden die Inhalte sowohl über Gesten als auch über Sprache. An den äußeren Enden des Bildschirms sieht man Profilbilder. Sie sind hinterlegt, damit das Auto nur Berechtigten per Gesichtserkennung die Türen öffnet. Außerdem wird die Herzfrequenz des Fahrers angezeigt, sofern er einen Sensor am Handgelenk trägt. In der Türablage ist sowohl Platz als auch ein Stromanschluss für ein Smartphone. Im Lenkrad befindet sich ein Tablet für ein Einstellungen des Fahrzeugs. Es dreht sich nicht mit, wenn der Fahrer das Lenkrad einschlägt.

Das Lenkrad soll nicht auffallen

Während bei vielen Showcars auf futuristische und minimalistische Lenkräder gesetzt wird, ist das Steuer von Byton altmodisch kreisrund. "Das lenkt die Insassen beim autonomen Fahren am wenigsten ab, wenn es sich mitbewegt", erläutert Kirchert. Das SUV kommt 2019 mit Level-2.x-Autonomie in China auf den Markt. Kameras, Ultraschall- und Radar-Sensoren werden viele Fahrmanöver steuern.

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Die Limousine K-Byte, die in Pebble Beach ihre US-Premiere hat, kommt 2021 mit Level-4-Autonomie auf den Markt. Das System wird um Lidar-Sensoren ergänzt und stammt von Aurora. Das Auto werde die meiste Zeit, bei den meisten Wetterlagen und an den meisten Orten der Welt autonom fahren können, formuliert es Kirchert vorsichtig. 2022 folgt ein Siebensitzer, den Byton Multi Purpose Vehicle nennt. Alle drei Fahrzeuge basieren auf der gleichen Plattform. Das soll Kosten und Komplexität senken.

  • Byton hat sein Elektroauto M-Byte in Pebble Beach gezeigt. (Foto: Dirk Kunde)
  • Es ist das erste Konzeptfahrzeug des chinesischen Unternehmens. (Foto: Dirk Kunde)
  • Das Auto ist für teilautomatisiertes Fahren ausgelegt. (Foto: Dirk Kunde)
  • Byton betrachtete seine Autos als Smart Devices. (Foto: Dirk Kunde)
  • Das auffälligste Element im Innenraum ist das riesige Display. (Foto: Dirk Kunde)
  • Diese Kamera erkennt den Fahrer und öffnet ihm die Tür. Schlüssel gibt es für das Autos nicht. (Foto: Dirk Kunde)
  • Das zweite Konzeptfahrzeug von Byton ist der K-Byte. Er war erstmals in den USA zu sehen. (Foto: Dirk Kunde)
  • Es soll vollautomatisiert (Level 4) fahren.  (Foto: Dirk Kunde)
  • Dafür ist es mit weiteren Sensoren ausgestattet, etwa einem Lidar. (Foto: Dirk Kunde)
  • Daniel Kirchert, President und einer der zwei Gründer von Byton (Foto: Dirk Kunde)
Byton hat sein Elektroauto M-Byte in Pebble Beach gezeigt. (Foto: Dirk Kunde)

Für das 2016 gegründet Unternehmen arbeiten 1.100 Mitarbeiter aus 15 Ländern auf drei Kontinenten. "Unsere Wurzeln sind jedoch in China", sagt Carsten Breitfeld, der zweite Gründer und Chef des Unternehmens.

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M.P. 26. Sep 2018

Verbrenner-Staubsauger kriegt man manchmal, wenn man Tonerstaub oder einfaches Mehl mit...

dEEkAy 10. Sep 2018

Es wäre schon eine schöne Zukunft, wenn man in der Früh einfach in sein Auto einsteigt...

dEEkAy 10. Sep 2018

Mehrfache Authentifizierungsmethoden. Gesichtserkennung. Geht dies nicht, dann evtl...

Steffo 09. Sep 2018

2016 gegründet, 1100 Mitarbeiter?! O.o Das ist gar nichts! Und da sind viele fähige Leute...

0IO1 04. Sep 2018

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