Bytedance: Tiktok hat unerlaubt Geräte-Adressen gesammelt

Die Android-App von Tiktok hat für Werbezwecke ohne Genehmigung die Gerätedaten der Nutzerschaft gesammelt.

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Tiktok hat anderhalb  Jahre lang eine Android-Sicherheitslücke ausgenutzt.
Tiktok hat anderhalb Jahre lang eine Android-Sicherheitslücke ausgenutzt. (Bild: Chris Delmas/AFP via Getty Images)

Während der Eigentümer Bytedance nach einem Käufer sucht, gibt es schlechte Nachrichten von der Android-App Tiktok: Nach einem Bericht des Wall Street Journal wurden 18 Monate lang die MAC-Adressen von Android-Geräten ausgelesen, obwohl dies nicht gestattet war. Mit den Geräteadressen sollen auch Zuordnungen zu Personen möglich gewesen sein. Es ist unklar, ob die Daten auch für andere Dinge als Werbeschaltungen verwendet wurden.

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Die Android-Version von Tiktok hatte demnach bis November 2019 eine Sicherheitslücke in Android ausgenutzt, um an die MAC-Adressen zu gelangen. Sowohl Google als auch Apple verbieten allen Apps im App Store respektive im Play Store eigentlich seit 2015, die MAC-Adressen der Geräte auszulesen. Laut dem Wall Street Journal sollen aber dennoch 350 weitere Android-Apps diese Restriktionen umgehen und die MAC-Adressen über die Apps auslesen.

Derzeit sollen Microsoft und Twitter daran interessiert sein, die Tiktok-App von Bytedance zu kaufen. Aber das Zeitfenster für eine Übernahme von Tiktok ist begrenzt: US-Präsident Donald Trump verfügte am 6. August 2020 ein Verbot von Geschäften mit Bytedance, das ab Mitte September 2020 greifen soll.

Microsoft hat mehr Chancen als Twitter

Derzeit werden Microsoft bessere Chancen für eine Übernahme eingeräumt, denn diese dürfte viele Milliarden US-Dollar kosten. Twitter ist dafür finanziell schlechter gerüstet als Microsoft. Der Anbieter von Windows und Office hat Finanzreserven von mehr als 130 Milliarden US-Dollar, die Twitter nicht besitzt.

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Die US-Regierung vertritt die Auffassung, dass Informationen amerikanischer Bürger bei Tiktok nicht sicher seien, da die Anbieter von chinesischen Behörden zur Kooperation gezwungen werden könnten. Bytedance weist dies mit der Begründung zurück, dass Daten US-amerikanischer Nutzer in den USA gespeichert würden.

Tiktok ist der erste globale Social-Media-Hit eines chinesischen Unternehmens und vor allem bei jüngeren Menschen populär. Die App hat nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzer allein in den USA. Sie können eigene Clips hochladen oder Videos von anderen ansehen. Sollte Twitter zum Zuge kommen, hätte das auch eine gewisse Ironie: Der Kurznachrichten-Dienst hatte 2012 die Video-App Vine gekauft, aber Vine einige Jahre später im Rahmen von Sparmaßnahmen eingestellt.

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Neremyn 13. Aug 2020

Doch und auch die kann ich im Browser verwenden und selbst wenn ich eine App verwende...

User_x 12. Aug 2020

Wo kein Kläger, da kein Richter. Für jeden Privaten Kunden wird ein klagen zu teuer sein...

DebugErr 12. Aug 2020

Too big to fail?



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