Bytecode fürs Web: W3C standardisiert Webassembly
Die offiziellen Hüter der Web-Standards, das World Wide Web Consortium (W3C), haben die Webassembly-Technik als Standard anerkannt(öffnet im neuen Fenster). Verabschiedet wurde die sogenannte Core-Specification von Webassembly(öffnet im neuen Fenster) (Wasm) sowie der Zugriff auf das Javascript-Interface(öffnet im neuen Fenster) und die Web-API(öffnet im neuen Fenster).
Bei Wasm handelt es sich um eine Laufzeitumgebung sowie ein einheitliches Ziel von kompilierten Programmen im Web. Bei Letzterem handelt es sich um ein fest definiertes Bytecode-Format. Das Projekt dient dabei als standardisierter Ersatz für ähnliche ältere Ideen wie Googles Portable Native Client oder auch Asm.js, soll aber insbesondere schneller als Asm.js sein. Wasm wurde als koordiniertes Projekt der großen Browserhersteller gestartet, ist mittlerweile aber über den Einsatz im Browser hinausgewachsen.
Begonnen wurden die Arbeiten an Wasm bereits im Sommer 2015. Seit rund zweieinhalb Jahren wird das Format von allen großen Browserherstellern als fertig zum Ausliefern angesehen. Parallel zu diesen Arbeiten der Community wurde Wasm eben auch von einer W3C-Arbeitsgruppe standardisiert.
Das W3C zeigt sich erfreut über Wasm, da die Technik "das Anwendungsspektrum, das durch den einfachen Einsatz von offener Web-Technologien erreicht werden kann", erweitern werde. Es sei "wichtig, leistungsstarke Anwendungen im Web zu ermöglichen, ohne die Sicherheit der Benutzer zu beeinträchtigen". Welche Art Anwendungen sich das W3C darunter vorstellt, nennt die Organisation auch direkt in ihrer Ankündigung: "Webassembly kann für Anwendungen wie Video- und Audiocodecs, Grafiken und 3D, Multimedia und Spiele, kryptografische Berechnungen oder tragbare Sprachimplementierungen verwendet werden."
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