Designcenter unter Führung eines Ex-Audi-Designers

Ende 2021 beschäftigte BYD mehr als 40.000 Ingenieure und Techniker. Zum Juni 2022 hatte das Unternehmen mehr als 37.000 Patente angemeldet und hält mehr als 25.000 Patente. 2019 eröffnete BYD sein Design Center, in dem ehemalige Mitarbeiter von Audi, Ferrari und Mercedes unter dem ehemaligen Audi-Designer Wolfgang Egger arbeiten. Entsprechend "europäisch" fallen die neuen Modelle bei Optik, Nutzwert und Qualität aus.

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Sein erstes Hybridauto brachte BYD 2008 mit dem F3DM auf den Markt. Gerade einmal 17.000 Fahrzeuge wurden davon in vier Jahren verkauft. Erst die folgenden Modelle brachten deutlich mehr Erfolg. Genug, dass auch Warren Buffets Berkshire Hathaway im Jahre 2008 BYD-Aktien für 235 Millionen US-Dollar einkaufte - heute ist dieses Aktienpaket rund neun Milliarden Dollar wert. Mittlerweile ist die Marke an der Börse mehr wert als Volkswagen und hat den Wolfsburger Konzern in Sachen Elektromobilität in China abgehängt. Seit März diesen Jahres baut BYD keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr.

In China kommt BYD bei den alternativen Antrieben mittlerweile auf einen Marktanteil von 25 Prozent und gilt als größter Konkurrent für Tesla. Wie lange BYD da allerdings noch mithalten kann, muss sich zeigen - Tesla hat gerade erst seine Gigafactory 3 in Shanghai gebaut und kann nun auch Autos "Made in China" anbieten. Auf dem Weltmarkt will BYD künftig wie Tesla ein neues Schwergewicht bei Autos mit alternativen Antrieben werden und sich in einem Massenmarkt gegen Volkswagen oder Toyota positionieren.

Da kann es durchaus als Ironie erscheinen, dass BYD mit seinem Konkurrenten Tesla einen Kooperationsvertrag über die Lieferung von Batterietechnologie abgeschlossen hat. Damit wäre Tesla der erste nicht chinesische Autohersteller, der von BYD mit Akkus für Elektroautos beliefert wird. Bislang kamen Teslas Batterien von CATL. Für Tesla geht es offensichtlich darum, Zugriff auf Batterien zu bekommen, die bei gleicher oder geringerer Baugröße deutlich höhere Reichweiten anbieten.

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Denn genau das bietet BYD mit der Blade Technologie. Die Blade-Batterien basieren auf der günstigen LFP-Technologie, haben allerdings eine andere Bauform und dank spezieller Kühlung eine höhere Energiedichte. So lassen sich auf einer deutlich geringeren Fläche Batteriekapazitäten von bis zu 70 kWh unterbringen, zu einem geringeren Preis pro Akkupack.

Aber BYD baut längst nicht mehr nur elektrische Pkw. Zum Portfolio gehören genauso Lkw, Sattelzüge und Gabelstapler, Taxis und Schwebebahnen. Ein Großteil der elektrischen Londoner Doppeldeckerbusse stammt von BYD. Das Unternehmen stellt die größte Elektrobusflotte in Europa. Fabriken gibt es nicht mehr nur in China, sondern auch in Lancaster, Kalifornien, und in Falkirk in Schottland.

Ein weiteres Standbein hat sich BYD als Zulieferer für Elektroautos aufgebaut. Angeboten werden neben Batterien auch visuelle Technologien, Autoelektronik- und Fahrwerksprodukte, Stromversorgungs- und Softwarelösungen. In China beliefert BYD unter anderem Great Wall Motor, Changan Auto, Dongfeng Motor, Chery Auto, NIO und Xpeng Motors.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Vertrieb über herkömmliche Händlerstrukturen

Nun wagt BYD auch mit seinen Autos den Schritt nach Europa. Offensichtlich ist man mit den Verkaufserfolgen im Testmarkt Norwegen so zufrieden, dass man noch dieses Jahr mit drei Fahrzeugen auch im Rest Europas starten will. Nach China will BYD seine Autos auch in Norwegen, Schweden, Deutschland, Israel, Thailand, Dänemark und Kambodscha verkaufen. Seinen Hauptsitz hat BYD Europa in den Niederlanden.

Als Vertriebsweg vertraut BYD auf eher herkömmliche Händlerstrukturen. Man will europaweit mit etablierten Groß- und Einzelhändlern kooperieren. Dazu soll es "in der Phase 1" strategische Partnerschaften mit Louwman in den Niederlanden, Hedin Mobility Group in Schweden und Deutschland, Nic. Christiansen Group in Dänemark, RSA in Norwegen und Shlomo Motors in Israel geben. Schwerpunkt der Anfangsphase sind die Benelux-Staaten und die nordischen Märkte.

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 BYD Elektroautos: Alles aus einer Hand
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derdiedas 13. Sep 2022 / Themenstart

Das Problem für BYD ist das sie als Chinese für viele (gerade in Hinblick mit der...

Thorgil 30. Aug 2022 / Themenstart

Weil ja die Verbennermarken bereits VW und Co den Niedergang gebracht haben...

M.P. 30. Aug 2022 / Themenstart

Vielleicht hat aus den Grund Ford neben den Plantagen auch eine ganze US-Kleinstadt in...

M.P. 30. Aug 2022 / Themenstart

Wenn man eine gewisse Risikobereitschaft hat, kann man sich einen Leicht-PKW der Klasse...

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