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BVG: Neue Überwachungskameras haben auch Mikrofone

Die in Bussen und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe angebrachten Überwachungskameras sollen auch Ton aufnehmen können. Zum Einsatz sollen die Mikrofone jedoch nicht kommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Wer in Bussen und Bahnen der BVG alles mithört?
Wer in Bussen und Bahnen der BVG alles mithört? (Bild: Roland Tanglao/CC0 1.0)

Auf die Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind viele Augen gerichtet. Über 10.000 Überwachungskameras sind in Betrieb. In neueren Kameramodellen sollen zudem Mikrofone integriert sein. Mit diesen könnten Gespräche der Fahrgäste aufgenommen werden. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung werden die Mikrofone von Administratoren der BVG deaktiviert.

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"Kameras der neueren Generation sind in der Lage, Audiodaten zu übertragen", heißt es in einer bisher unveröffentlichten Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der FDP, auf die sich die Berliner Zeitung beruft. "Die Mitarbeiter in der Sicherheitszentrale haben nur die Bilder und keinen Ton", betont Unternehmenssprecherin Petra Nelken. In den Bussen und Bahnen würden Kameras verschiedener Hersteller eingesetzt, welche zum Teil ab Werk mit Mikrofonen ausgestattet seien. Die Tonaufnahme werde jedoch von den Administratoren der BVG deaktiviert. Diese würden zudem nicht am gleichen Standort arbeiten wie die Mitarbeiter, die die Überwachungsbilder sichten.

Tonaufnahmen ausgeschlossen?

Sowohl die Berliner Datenschutzbeauftragte als auch Ulrich Battis, Professor für Verwaltungsrecht, sehen laut dem Bericht der Berliner Zeitung kein Problem, solange die Mikrofone deaktiviert sind. Dies müsse technisch und organisatorisch sichergestellt sein, sagt eine Sprecherin der Berliner Datenschutzbeauftragten. Dass die Kameras teilweise auch Ton übertragen könnten, sei ihr bisher nicht bekannt gewesen. Der Berliner FDP-Abgeordnete Marcel Luthe befürchtet jedoch, dass die vorhandene Technik früher oder später auch eingesetzt wird.

Eine Sprecherin der BVG sagte zu Golem.de, dass die Mikrofone zwar nicht ausgebaut, aber sowohl auf Software-, als auch auf Hardware-Ebene deaktiviert würden. Genaueres dürfe sie dazu aus Sicherheitsgründen jedoch nicht sagen. Technisch sei eine Reaktivierung der Mikrofone durch BVG-Administoren möglich.

Ganz ausschließen lässt sich zudem nie, dass sich Dritte durch Sicherheitslücken Zugang zu den Aufnahmen verschaffen können. In Überwachungskameras, die mit dem Internet verbunden sind, wurden in den zurückliegenden Jahren immer wieder Sicherheitslücken gefunden, die Unbefugten den Zugriff auf Video- und Tonaufnahmen ermöglichten.

Nachtrag vom 11. Februar 2019, 12:30 Uhr

Informationen der BVG-Pressestelle zur Deaktivierung der Mikrofone ergänzt.



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Mastercontrol 12. Feb 2019

Also wenn ich irgendwo bin und Leute in ihre Handys Sprachnachrichten über Whatsapp...

Dwalinn 12. Feb 2019

In einigen wenigen Berliner Bezirken schafft es die Polizei auch nur noch in großen...

Marco Gaus 12. Feb 2019

Hallo zusammen, im Rahmen meiner Masterarbeit führe ich gerade eine Umfrage zu dem neuen...

chefin 11. Feb 2019

Ich entscheide wem ich meine Daten gebe. Wenn ich Sammelkarten, Rabattkarten, etc nutze...

chefin 11. Feb 2019

Technisch schwer, organisatorisch noch schwerer und unter Gewährleistungsansprüchen...


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