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BVG: Berlin kann mangels Angebot keine Elektrobusse anschaffen

Die Berliner Verkehrsbetriebe werden vorerst nicht wie geplant 45 Elektrobusse anschaffen. Grund sind fehlende Angebote von Herstellern. Die Verantwortlichen wollen nun in China schauen, wie die Elektromobilität dort mit Bussen realisiert wird.

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Elektrobusse in Berlin
Elektrobusse in Berlin (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der geplante Einstieg in die Elektromobilität der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verzögert sich. Die Bushersteller haben entweder noch gar kein Elektrofahrzeug oder benötigen mehr Zeit, um an einer entsprechenden Ausschreibung der BVG teilzunehmen. Bisher ging nur ein Angebot ein. Daher wird die Ausschreibungsfrist laut einem Bericht der Berliner Zeitung verlängert.

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Bei dem Vorhaben ging es nicht um einen kleinen Auftrag: 2018 sollte die Beschaffung von zunächst 30 Eindeckern beginnen, 2019 der erste von 15 elektrischen Gelenkbussen erworben werden. Aktuell laufen nur Tests mit wenigen E-Bussen in Berlin, bei denen es aber technische Probleme gibt.

Hersteller in Europa sind bisher kaum auf Elektrobusse eingestellt. So stellen zwar Linkker, Solaris, Volvo und VDL entsprechende Fahrzeuge her, doch ein Angebot aus Deutschland fehlt. Weder Mercedes noch MAN haben derartige Fahrzeuge im Sortiment.

  • Ein bisschen Werbung muss sein, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... die BVG macht mit vielen Gelbtönen auf den Bus aufmerksam. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • An der Abfahrthaltestelle am Zoo gibt es auch entsprechende Plakatwerbung. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Abfahrbereit am Morgen des 31. August 2015. Die Busse... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... wurden zunächst für eine Presse-... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und Politikerfahrt genutzt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Inneren deutet wenig auf den Elektroantrieb. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • An der für Fahrgäste nicht vorgesehenen Endhaltestelle am Zoo direkt an der TU-Berlin findet sich der Forschungshinweis... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... mit einer Grafik zur Veranschaulichung des Elektrokonzepts. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Anzeige flimmert, nur bei wenigen Aufnahmen haben wir deswegen die Belichtungszeit reduziert. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Vom Fahrersitz aus kann der Ladestand beobachtet werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Überraschend geräumig. Hinten gibt es keine Stufen, weil die Unterflurbauten fehlen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta (in Rot) erklärt der Presse Details zum Bus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Innenraum gibt es ebenfalls Werbung für den E-Bus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ungewöhnlich. Dort wo normalerweise der Dieselmotor und andere Mechanik Platz finden, gibt es eine Fünferreihe mit Sitzplätzen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Abfahrt von der Endhaltestelle Zoo... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... über die Hertzallee... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... hin zu der Bushaltestellenansammlung am Zoologischen Garten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der 204er fährt durch die Wohnviertel in Wilmersdorf...(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und Schöneberg. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Am Südkreuz warteten noch mehr Gäste. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Für Doppeldecker kann Bombardier die Technik noch nicht liefern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Denn bei Eindeckern wird fast alles... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... oben verbaut. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das soll auch helfen, falls jemand unachtsam auf den Bus auffährt. Die Akkutechnik kann so schnell nicht von anderen Autofahrern getroffen werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Windkraftanlage am Bahnhof Südkreuz (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Detailaufnahme der Dachaufbauten (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Seitenverkleidung versteckt den Aufbau etwas. Dieselbusse haben diese nicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • BVG-Chefin Sigrid Nikutta (Mitte) und Staatsekretär Rainer Bomba (links, Verkehrsministerium) geben die Busse offiziell für den Liniendienst frei. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der zweite Bus kann noch keine Energie laden, ist aber ohnehin noch nahezu voll gewesen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Lademechanismus wird abgesenkt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik gilt als sicher. Ein Mensch sollte nicht zwischen die Ladekomponenten passen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Rund 7 bis 8 Minuten wird der Bus planmäßig aufgeladen. Er hat aber Reserven, um auch mal einzelne Ladevorgänge wegen Verspätungen auszulassen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die erste Fahrt für Fahrgäste... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... ab dem Bahnhof Südkreuz (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • An der Grenze zwischen Schöneberg und Wilmersdorf kommt uns mit leichter Verspätung der zweite Bus hinterher... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und fährt Richtung Zoo... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... durch die Wohnviertel. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Bus Richtung Südkreuz....(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... kam mit satten zehn Minuten Verspätung.... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... an der Bamberger Straße an. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Auch mit Elektromobilität werden Busse... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... nicht pünktlicher. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Ein bisschen Werbung muss sein, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

In China sieht die Situation anders aus. Die Millionenstadt Shenzhen hat ihre Busflotte komplett auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Die Stadt betreibt mit 16.000 Fahrzeugen die größte elektrische Busflotte der Welt. Der Großteil der Busse stammt von BYD. Das wollen sich die Berliner nun ansehen. Laut Zeitungsbericht ist eine Informationsreise nach China geplant.

Zur Vermeidung von Fahrverboten in schadstoffbelasteten Innenstädten will die Bundesregierung den Umstieg auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge längerfristig fördern. Die Ziele sollen beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Städte ihren Busfuhrpark schneller auf Elektroantriebe umrüsten. Nach Angaben von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) entfallen von den 350 Millionen Euro für die Elektrifizierung des Verkehrs 150 Millionen Euro auf Förderprogramme des Umweltministeriums. Von dem Geld sollen unter anderem 80 Prozent der Mehrkosten für die Anschaffung von Elektrobussen bezahlt werden. Berlin und Hamburg beschlossen schon 2016 eine gemeinsame Beschaffungsinitiative für E-Busse.



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