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Button-Hijacking: Google unterbindet Missbrauch des Zurück-Buttons im Browser

Webseitenbetreiber, die den Browserverlauf ihrer Besucher manipulieren, müssen zukünftig mit einer Herabstufung durch Google rechnen.
/ Mike Faust
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Nutzer verlassen sich darauf, dass der Zurück-Button auf die vorherige Seite führt. (Bild: Golem / Mike Faust)
Nutzer verlassen sich darauf, dass der Zurück-Button auf die vorherige Seite führt. Bild: Golem / Mike Faust

Google möchte den Missbrauch des Zurück-Buttons durch Webseitenbetreiber unterbinden. Wie es in einem Blogbeitrag des Konzerns(öffnet im neuen Fenster) heißt, werden ab dem 15. Juni 2026 Maßnahmen gegen Webseiten ergriffen, die Nutzer beim Klick auf den Zurück-Button auf Werbung, statt auf die vorhergehende Seite weiterleiten.

Zur Begründung erläutert Google: "Wenn ein Nutzer im Browser auf den Zurück-Button klickt, erwartet er, zur vorherigen Seite zurückzukehren. Die Manipulation des Zurück-Buttons widerspricht dieser grundlegenden Erwartung."

Die als Button-Hijacking bezeichnete Methode führe dazu, dass Besucher auf noch nicht besuchte Seiten weitergeleitet werden, unerwünschte Empfehlungen und Werbung erhalten oder anderweitig am normalen Surfen im Internet gehindert werden, so Google. Dadurch würde nicht nur das normale Surfverhalten gestört, sondern Nutzer würden auch seltener ihnen unbekannte Webseiten besuchen, heißt es weiter.

Anti-Spam-Maßnahmen und automatische Herabstufung

Das Einfügen irreführender oder manipulativer Seiten in den Browserverlauf verstößt laut Google schon seit jeher gegen die Suchrichtlinien. Der Konzern will aber einen Anstieg dieses Verhaltens festgestellt haben und habe sich deshalb dazu entschieden, Button-Hijacking als ausdrücklichen Verstoß gegen die Richtlinie zu schädlichen Praktiken einzustufen.

Webseitenbetreiber haben nun bis zum 15. Juni 2026 Zeit, um notwendige Anpassungen vorzunehmen, falls sie Skripte oder Techniken verwenden, die irreführende oder manipulative Seiten in den Browserverlauf eines Nutzers einfügen. Andernfalls drohen manuelle Anti-Spam-Maßnahmen oder automatische Herabstufungen.

Google hebt hervor, dass einige dieser Manipulationen auf eingebundene Bibliotheken oder Werbepartner zurückzuführen sein können und empfiehlt Webseitenbetreibern, ihre technischen Implementationen sorgfältig zu überprüfen.


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