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Selbst aktuelle Business-Notebooks haben noch kein Windows 10

Für Microsoft gibt es kein Windows 7 mehr. In Redmond wird nichts unversucht gelassen, um Windows 10 attraktiv zu machen und den Einsatz von Windows 7 zu verhindern. Der Konzern hat es sogar mit künstlichen Schikanen für Skylake-Notebooks probiert. Für die war der Aufwand der Bereitstellung von Patches, die ohnehin entwickelt werden müssen, angeblich zu groß, sie sollten deswegen gegebenenfalls nicht mehr ausgeliefert werden. Die mächtigen Geschäftskunden und die Hardwarehersteller lassen so etwas aber nicht mit sich machen, so dass Microsoft ganz schnell einen Rückzieher machen musste.

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Für viele Firmen ist es noch zu früh für einen Umstieg auf Windows 10. Die internen Prozesse sind noch nicht umgestellt, wichtige Werkzeuge sind erst in der Validierungsphase. Das gilt teilweise auch für Microsofts Werkzeuge. Unternehmen handeln eher konservativ und bleiben vorsichtig beim Wechsel auf neue Betriebssysteme. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir die meisten Geräte für diesen Test mit Windows 7 bekamen - und nicht ein einziges mit Windows 10.

HPs Skylake-Notebook mit Windows 7

Anfangs überraschte uns der Einsatz von Windows 7 noch. HP schickte uns sehr schnell ein Notebook mit aktueller Technik. Das Elitebook 820 G3 hat bereits einen Skylake-Prozessor (Core i7-6700U). Als wir das Gerät auspackten, gingen wir noch davon aus, dass hier grundsätzlich auf Windows 10 gesetzt wird. Doch HP wählte die Downgrade-Option für das System. Das Notebook ist zudem auf der Skylake-Kompatibilitätsliste für Windows 7.

Da es sich um eine Downgrade-Lizenz handelt, ist ein Aufrüsten auf Windows 10 auch nach dem kostenlosen Upgrade-Zeitraum, der Mitte 2016 endet, noch möglich. Ob Windows 10 aufgespielt werden soll, ist also vor allem von dem Fortschritt der IT-Abteilung abhängig. Wir haben das Upgrade durchgeführt - ohne Probleme, auch bei der Kompatibilität. Das HP-Support-Tool war unter Windows 10 genauso instabil wie unter Windows 7. Bei einem anderen Notebook wurde es hingegen schwieriger mit dem Update.

Windows 10 auf dem Fujitsu Lifebook T935 ist ein Fehler

Fujitsus Lifebook T935 konnte nicht von Windows 7 auf Windows 10 umgestellt werden. Vorinstalliert ist bei dem Gerät Windows 8.1, und wegen des Touchscreens ist das auch sinnvoll, da Windows 8.1 hier die besseren Anpassungen bietet. Gleich bei der Ersteinrichtung, noch bevor Windows 8.1 nutzbar war, wurde uns aber das Upgrade für Windows 10 angeboten. Wir wählten es aus, in der Hoffnung, damit schnell ein Windows-10-System zu haben. Aber dem war nicht so.

Stattdessen bootete Windows 8.1, und irgendetwas tat das Windows-Update zwar: Es animierte den Fortschrittsbalken. Dabei zeigte es aber keinen Fortschritt an, wir wussten also nicht, womit das Update die ganze Zeit beschäftigt war. Deshalb ließen wir den Rechner über Nacht einfach machen. Am nächsten Tag war allerdings nichts von Windows 10 zu sehen.

Erst zwei Tage nach der Ersteinrichtung war das Update so weit, dass es sich anbot. Da lohnt sich eher eine Neuinstallation. Was wir mit unserem Artikel 'Warten auf Windows' beschrieben haben, gilt auch für dieses Neugerät.

Nach der Installation von Windows 10 ließen wir Deskupdate durchlaufen, ein praktisches Werkzeug, um Treiber, Firmware und Werkzeuge, die zum Notebook gehören, auf dem aktuellen Stand zu halten. Wie nicht anders zu erwarten war das erste Update eines für Deskupdate selbst, schließlich hatten wir auf Windows 10 gewechselt. Mit einer frischen Version starteten wir die Updatesuche erneut. Doch dann kam die Überraschung: Deskupdate ist inkompatibel mit Windows 10. Die Kompatibilitätsliste zeigt überhaupt überraschend viele Lücken.

Erst das Lifebook T936, das vor kurzem angekündigt wurde, ist kompatibel mit Windows 10. Das nervt ziemlich, denn so ist der Anwender gezwungen, die Treiber-Updates manuell herauszusuchen und herunterzuladen. Und es verwundert: Warum bietet Fujitsu bei der Ersteinrichtung das Upgrade auf Windows 10 an, wenn die eigene Infrastruktur gar nicht dafür vorbereitet ist?

Mal mit und mal ohne Probleme

Panasonics Toughbook hat Windows 10 trotz installiertem Windows 8.1 nicht bei der Ersteinrichtung angeboten. Bei dem Gerät kommen die Update-Empfehlungen über das reguläre Windows-Update, ist damit also Microsofts Entscheidung, Windows 10 anzubieten. Auch hier kam die Empfehlung erst nach einigen Tagen. Was auch daran lag, dass wir für Windows 8.1 fast 200 Updates einspielen mussten; das Image war recht alt. Sehr viel angenehmer lief das Upgrade auf dem Dell Latitude 12 E5270. Wie bei HP sind keine Probleme zu vermelden, und auch dieses Gerät wurde zunächst mit Windows 7 ausgeliefert.

Solche Probleme sind natürlich nur bei Einzelgeräten von Relevanz, wo sich die Validierung eines angepassten Images nicht immer lohnt. Bei der Abnahme größerer Mengen gibt es das nicht. Dann kann sich der Käufer ohnehin ein spezielles Image einspielen lassen - und zwar ab Werk.

Es stellt sich allerdings die Frage, was der Upgrade-Prozess für Windows 10 in den Geschäftskundennotebooks zu suchen hat. Bestenfalls nervt das Angebot. Größere Unternehmen arbeiten mit vorgefertigten Images und Lizenzmanagement. Und selbst der Privatanwender, der auf die Idee kommt, sich ein teures Notebook dieser Kategorie zu kaufen, wird eher auf die Idee kommen, das System neu zu installieren. Die Entscheidung liegt jedoch nicht bei den Hardwareherstellern, vielmehr nutzt Microsoft seine Windows-Update-Plattform, um eigene Interessen durchzusetzen und das auch dann, wenn die Infrastruktur nicht kompatibel ist.

Insgesamt gestaltete sich das Update bei den Geräten aber meist unproblematisch, wenngleich der Zeitaufwand über den empfohlenen Weg zu groß ist.

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cu7003 23. Mai 2016

Bin der gleichen Meinung! Bitte zukünftig mit testen!

bolinotz 17. Mai 2016

Der T935 ist von Fujitsu wie ich heute mitbekommen habe nicht mehr zu haben...

Geigenzaehler 17. Mai 2016

Ah, oh, habbich ueberlesen. Na gut, wenn Lenovo keine Werbung machen will, dann haben sie...

Niantic 17. Mai 2016

Warum fehlt das gerät? Preis/leistung ist top, es ist dünner als ein macbook, die...


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