Business-Festival: Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden

Zur ersten neuen Cebit sind deutlich weniger Besucher als im Vorjahr gekommen. Dennoch feiern Messe AG, Bitkom und Aussteller den Relaunch der Veranstaltung als Erfolg. Die Cebit 2019 wird erneut etwas verlegt.

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Lauter lächelnde Gesichter: Messe-Vorstand Frese, HPE-Chef Meyer und Bitkom-Chef Rohleder (v.l.) sind zufrieden.
Lauter lächelnde Gesichter: Messe-Vorstand Frese, HPE-Chef Meyer und Bitkom-Chef Rohleder (v.l.) sind zufrieden. (Bild: Nico Ernst)

Statt 200.000 Teilnehmern wie im Jahr 2017 haben die Cebit 2018 nur 120.000 Menschen besucht. Das sei aber "ein voller Erfolg", sagte Messe-Vorstand Oliver Frese am letzten Messetag vor Journalisten in Hannover. Mit dem deutlich veränderten Charakter der Veranstaltung habe man "alle uns gesteckten Ziele erreicht". Auf Nachfragen erklärte Frese, die Messe AG betrachte ihre Veranstaltungen vor allem als Wirtschaftsunternehmen: So lange eine Cebit profitabel, und die Aussteller zufrieden seien, sei das Projekt ein Erfolg.

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Heiko Meyer, Chef von HPE Deutschland und im Ausstellerbeirat der Cebit vertreten, ergänzte: "Mein Chef beurteilt mich nicht nach der Zahl der lächelnden Menschen, sondern nach dem konkreten Business hier." Wie konkret das gewesen sei, erklärten die Messevertreter dieses Mal nicht. Bei früheren Cebits hatte die Messe AG immer auch das Gesamtvolumen der Geschäftsabschlüsse in Euro genannt, diese Information fehlte diesmal.

  • Diese Aussteller sind für die Cebit 2019 schon bestätigt. (Foto: Nico Ernst)
  • Lauter lächelnde Gesichter: Messe-Vorstand Frese, HPE-Chef Meyer und Bitkom-Chef Rohleder (v.l.) sind zufrieden. (Foto: Nico Ernst)
Diese Aussteller sind für die Cebit 2019 schon bestätigt. (Foto: Nico Ernst)

Auf Nachfrage von NDR-Reportern zum neuen Konzept wurde Frese deutlich: "Wir sollten aufhören, diese Cebit mit früheren Cebits zu vergleichen. Für uns ist das jetzt die Cebit 1.0." Deren Zahlen sollten mit kommenden Veranstaltungen verglichen werden - "der nächsten, und dann der übernächsten". Demnach soll die in Business-Festival umbenannte Veranstaltung also noch mindestens zwei Mal stattfinden.

Dabei solle es immer wieder Veränderungen geben, sagte Bitkom-Chef Bernhard Rohleder. Es gehe darum, die Cebit "zukunftsfähig für den Standort Deutschland zu erhalten". Dafür, so war von Ausstellern im Laufe der Woche aber auch zu hören, sollte der Spaßcharakter des Freigeländes aber nicht die Geschäftsatmosphäre verdrängen. Generell zeigten sich alle Gesprächspartner von Golem.de zufrieden mit der Messe und gaben an, es sei angenehm gewesen, auf einer Cebit auch tagsüber Spaß zu haben. Die früher teils ausufernden Standpartys waren in diesem Jahr nicht zu beobachten - aber laut Frese mit 35 Jahren ein geringerer Altersdurchschnitt, zudem zeigten deutlich mehr weibliche Besucher die Veränderung der Veranstaltung.

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Wie sich das alles dauerhaft auf die Geschäfte auswirkt, wird sich wohl erst nach der nächsten Cebit zeigen, die vom 24. bis 28. Juni 2019 stattfindet - und damit wieder von Montag bis Freitag und zwei Wochen später als 2018. Der Termin rückt die Cebit weiter weg von der Anfang Juni stattfindenden Computex, die 2018 dazu führte, dass kaum taiwanische Hardwarehersteller in Hannover vertreten waren.

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cyblord 22. Jun 2018

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laolamia 20. Jun 2018

für mich war es immer ein Anlaufpunkt um viele Kontakte und viele Produkte in möglichst...

Anonymer Nutzer 19. Jun 2018

-was sollen sie auch anderes sagen? Das es dem Ende zu geht?

berritorre 18. Jun 2018

Das sind die, die bei der WM auf den leeren Stühlen sitzen.



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