Abo
  • Services:

Burning Umbrella: China hackt global Ziele seit fast 10 Jahren

Erst kleine Unternehmen, dann Regierungen: die Hackergruppe Winnti Umbrella ist ein effizienter Apparat und anscheinend der chinesischen Regierung untergeordnet. Das berichten Security-Forscher auf Grundlage von Spuren, die die nicht immer sauber arbeitende Gruppe hinterlässt.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Projekt Burning Umbrella deckt die Strategie der Hackergruppe Winnti Umbrella auf.
Das Projekt Burning Umbrella deckt die Strategie der Hackergruppe Winnti Umbrella auf. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

In einem Bericht mit dem Titel Burning Umbrella, sprechen Forscher von einer chinesischen Hackergruppe, die seit gut einer Dekade Serversysteme und Netzwerke infiltriert. Der Name der Gruppe: Winnti Umbrella, deren Splittergruppierungen auch bereits in Deutschland ansässige Unternehmen wie Thyssenkrupp gehackt haben sollen.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Leonberg
  2. Omniga GmbH & Co. KG, Regensburg

Erst im März 2018 habe die Gruppe mit Phishing-E-Mails über die Dienste Office 365 und Gmail versucht, an wichtige Daten zu gelangen. Dabei seien ihnen jedoch Fehler unterlaufen, die ihren möglichen Standort und die Ziele verraten hätten. Das berichtet das IT-Magazin Ars Technica mit Bezug auf den 49-seitigen Forschungsbericht. Informationen von Google Analytics, die für den Bericht herangezogen wurden, bestätigen, dass während der Aktion 56 Nutzer aus den USA, Japan, Russland und Indien auf das Phishing hereingefallen seien.

Demzufolge ist zumindest ein Teil der Gruppe mit der chinesischen Regierung verknüpft und sitzt im Xicheng-Viertel in der Hauptstadt Peking. Die Aktivitäten der Hacker haben im Jahr 2009 begonnen und halten bis heute an. Dabei ist die Strategie der Angriffe immer ähnlich: Zuerst attackieren die Hacker kleine Unternehmen der Software- und Gaming-Industrie mit wenigen Sicherheitsvorkehrungen mit dem Ziel, an digitale Code-Zertififizierungen, Quelltexte und Dokumentationen zu gelangen. Das wird beispielsweise durch Phishing von Nutzern mit erhöhten Rechten im Netzwerk erreicht.

Politische Motivation als primäres Ziel

Die größere Motivation dahinter ist laut dem Bericht jedoch politischer Natur. So stammt ein Dokument der Gruppe aus dem Jahr 2017, in dem die Strategie des Projektes Resolution 2375 dargelegt wird. Das Ziel: die Sanktionen gegen das Land Nordkorea (Demokratische Volksrepublik Korea) zu verschärfen. Andere Projekte zielten auf einzelne Personen und Unternehmen ab, beispielsweise tibetische Journalisten und Aktivisten oder ungenannte prominente Technologiekonzerne. Auch die Thailändische Regierung sei bereits gehackt worden.

Bestätigte Angriffsziele konnten bisher in den USA, Südkorea, Russland, Japan und China selbst ausgemacht werden. Es gibt auch Vorfälle, bei denen das Netzwerk eines Unternehmens komplett unterwandert und als Proxy für weitere Angriffe auf ein anderes Unternehmen genutzt wurde. Im Jahr 2013 konnte Winnti Umbrella einen digital signierten 64-Bit-Trojaner auf Windows-Endgeräten verteilen. Auch Golem.de berichtete darüber. Durch die Signatur war dieser schwer aufspürbar - eine Signatur, die einem gehackten Spieleentwickler gehörte.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)
  2. 39,99€ (Release 14.11.)
  3. 12,99€
  4. 33,99€

Prinzeumel 08. Mai 2018

Kurz gefasst, ich brauch also nicht mehr auf golem vorbei schauen. Wozu schreibt golem...

Sascha Klandestin 08. Mai 2018

Da habe ich auch gestutzt. Aber die Beziehung zwischen China und Nord-Korea waren sehr...

Sascha Klandestin 08. Mai 2018

*Empört* Nein! Sowas würden "wir" doch nie tun! Genauso wie ABC-Waffen. Oder...

demaddin 08. Mai 2018

Hat er doch. Und seine Einwände sind absolut berechtigt. Es muss natürlich auch...


Folgen Sie uns
       


Two Point Hospital - Golem.de live

Dr. Dr. Golem meldet sich zum Dienst und muss im Livestream unfassbar viele depressive Clowns heilen, nein - nicht die im Chat.

Two Point Hospital - Golem.de live Video aufrufen
Logitechs MX Vertical im Test: So teuer muss eine gute vertikale Maus nicht sein
Logitechs MX Vertical im Test
So teuer muss eine gute vertikale Maus nicht sein

Logitech hat mit der MX Vertical erstmals eine vertikale Maus im Sortiment. Damit werden Nutzer angesprochen, die gesundheitliche Probleme bei der Mausnutzung haben - Schmerzen sollen verringert werden. Das Logitech-Modell muss sich an der deutlich günstigeren Alternative von Anker messen lassen.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Logitech MX Vertical Ergonomisch geformte Maus soll Handgelenke schonen
  2. Razer Mamba Elite Razer legt seine Mamba erneut mit mehr RGB auf
  3. Logitech G305 Günstige Wireless-Maus mit langer Laufzeit für Gamer

Apple: iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
Apple
iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht

Apple verdoppelt das iPhone X. Das Modell iPhone Xs mit 5,8 Zoll großem Display ist der Nachfolger des iPhone X und das iPhone Xs Max ist ein Plus-Modell mit 6,5 Zoll großem Display. Die Gehäuse sind sogar salzwasserfest und überstehen auch Bäder in anderen Flüssigkeiten.

  1. Apple iPhone 3GS wird in Südkorea wieder verkauft
  2. Drosselung beim iPhone Apple zahlt Kunden Geld für Akkutausch zurück
  3. NFC Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen

Shadow of the Tomb Raider im Test: Lara und die Apokalypse Lau
Shadow of the Tomb Raider im Test
Lara und die Apokalypse Lau

Ein alter Tempel und Lara Croft: Diese Kombination sorgt in Shadow of the Tomb Raider natürlich für gewaltige Probleme. Die inhaltlichen Unterschiede zu den Vorgängern sind erstaunlich groß, aber trotz guter Ideen vermag das Action-Adventure im Test nicht so richtig zu überzeugen.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Square Enix Systemanforderungen für Shadow of the Tomb Raider liegen vor
  2. Shadow of the Tomb Raider angespielt Lara und die Schwierigkeitsgrade
  3. Remasters Tomb Raider 1 bis 3 bekommen neue Engine

    •  /