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Bungie: Sony baut beim Destiny-Studio zahlreiche Stellen ab

Nach hohen Abschreibungen und schwachen Marathon-Zahlen zieht Sony bei Bungie Konsequenzen – insbesondere beim Destiny-Team.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Destiny 2 (Bild: bungie)
Artwork von Destiny 2 Bild: bungie

Sony Interactive Entertainment hat einen umfangreichen Stellenabbau bei Bungie angekündigt. In einer internen Mitteilung, die das Unternehmen veröffentlichte(öffnet im neuen Fenster), erklärte Hermen Hulst, Chef der Studio Business Group, dass eine "signifikante Zahl" von Mitarbeitern das Studio verlassen müsse.

Besonders betroffen ist der Großteil des Destiny-Teams. Daneben werden einige Stellen im Marathon-Team sowie in unterstützenden Playstation-Abteilungen gestrichen. Eine konkrete Zahl der betroffenen Mitarbeiter nannte Hulst nicht.

Er begründete den Schritt mit einer mehrmonatigen Überprüfung von Bungies langfristiger Ausrichtung, den Entwicklungsprioritäten, dem Ressourcenbedarf und der Rolle des Studios im breiteren Playstation-Portfolio.

Gemeinsam mit der Studioleitung habe Sony mehrere Alternativen geprüft, sich letztlich aber für einen Personalabbau entschieden.

Für das Destiny-Team kommt die Entwicklung nicht überraschend. Bungie kündigte bereits im Mai 2026 an, dass Destiny 2 am 9. Juni 2026 sein letztes Live-Service-Inhaltsupdate erhalte. Die aktive Entwicklung läuft damit aus, das Spiel soll aber weiterhin spielbar bleiben.

Marathon ist kein großer Erfolg

Minimal überraschender sind die Einschnitte bei Marathon. Das erst am 5. März 2026 veröffentlichte Onlinespiel bleibt laut Hulst zwar ein wichtiger Bestandteil des Playstation-Portfolios.

Destiny 2 – Test der Konsolenversion
Destiny 2 – Test der Konsolenversion (02:45)

Die öffentlich einsehbaren Steam-Zahlen(öffnet im neuen Fenster) zeichnen allerdings kein positives Bild: Laut SteamDB erreicht Marathon aktuell nur wenig mehr als 9.000 gleichzeitig aktive Spieler am Tag. Der bisherige Höchstwert lag bei rund 88.000 Spielern. Viele vergleichbare Titel haben deutlich mehr Kunden.

Auch finanziell steht Bungie bei Sony seit Längerem unter Druck. Im Geschäftsjahr 2025, das Ende März 2026 abgeschlossen wurde, nahm Sony Wertberichtigungen auf Bungie in Höhe von insgesamt rund 765 Millionen US-Dollar vor.

Trotz der Einschnitte ist Bungie nicht nur auf Marathon reduziert. Hulst verwies auf Inkubationsprojekte für künftige Vorhaben. Details, Namen oder Zeitpläne nannte er dazu allerdings nicht.


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