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Bundeswirtschaftsminister: Regierung will endlich Glasfaserausbau angehen

Cebit 2016
Die Regierung will heute auf der Cebit einen Plan vorlegen, dessen Kern der Glasfaserausbau in Deutschland ist. Doch der Plan ist noch nicht durchfinanziert.
/ Achim Sawall
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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit der Kanzlerin (Bild: Hannibal Hanschke/Reuters)
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit der Kanzlerin Bild: Hannibal Hanschke/Reuters

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will ein Programm zur Digitalisierung der deutschen Wirtschaft vorlegen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) sind dabei Förderprogramme in Höhe von mehreren Milliarden Euro vorgesehen. Grundlegend soll der Aufbau einer Glasfaserbasis sein, bei dem Deutschland im weltweiten Vergleich weit zurückliegt .

"Ohne schnellere Internetverbindungen ist alles nur Schall und Rauch" , sagte Gabriels Staatssekretär Matthias Machnig (SPD) der Süddeutschen Zeitung. Das Land dürfe nicht dabei stehenbleiben, die Internetanschlüsse auf eine DSL-Geschwindigkeit von 50 MBit/s auszubauen. "Bis zum Jahr 2025 muss ein Gigabit-Glasfasernetz stehen."

Glasfaser bis zum Jahr 2025

Die Kosten dafür werden auf etwa 100 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren beziffert. Während der Glasfaser-Ausbau in den Ballungsgebieten angeblich durch private Anbieter finanziert werden soll, will Gabriel für ländliche Gebiete einen Zukunftsinvestitionsfonds einrichten, der rund 10 Milliarden Euro umfassen werde. Finanziert werden soll das zum Teil aus der nächsten Versteigerung der UMTS-Mobilfunkfrequenzen, die 2020 auslaufen. Dabei geht es zuerst weniger um den Endnutzer: Unternehmen sollen schneller an die neuen Gigabit-Netze angeschlossen werden als Haushalte.

Geplant sei zudem ein umfassender Abbau von bürokratischen Hemmnissen und eine stärkere Ausrichtung der schulischen und betrieblichen Ausbildung auf die Digitalisierung. Gabriel will die Digitale Strategie 2025 am heutigen Abend zur Eröffnung der Cebit vorstellen. "Insgesamt muss es gelingen, die Digitalisierung in die DNA der deutschen Wirtschaft, insbesondere des deutschen Mittelstandes, einzuschreiben" , sagte Machnig.


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