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Bundesweit: Deutscher Netzbetreiber Inexio für 1 Milliarde Euro verkauft

Der Netzbetreiber Inexio will nach dem Verkauf bundesweit auftreten und bald 2 Millionen Kunden mit Glasfaser verbinden. Bislang bauten die Saarländer eher Vectoring.

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Werbebild von Inexio
Werbebild von Inexio (Bild: Inexio)

Der saarländische Netzbetreiber Inexio wird von der schwedischen Investitionsgruppe EQT übernommen. Das gab das Unternehmen bekannt. Der Kaufpreis soll bei rund einer Milliarde Euro liegen, hat die Saarbrücker Zeitung erfahren. Um ein starkes Kundenwachstum zu erreichen, will Firmenchef David Zimmer "in den nächsten drei bis vier Jahren bundesweit unterwegs sein".

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Inexio setzt bisher eher auf Vectoring und will sich künftig auf FTTH (Fiber To The Home) konzentrieren. Der bisherige Hauptanteilseigner war mit knapp 59 Prozent die Wagniskapital-Gesellschaft Warburg Pincus. Der frühere Telekom-Chef René Obermann sitzt für Warburg Pincus bei Inexio im Aufsichtsrat.

Das Privat-Equity-Unternehmen übernimmt die Anteile von Warburg Pincus und die der Deutschen Beteiligungs, die seit dem Jahr 2013 bei Inexio investiert hatte. Über den Kaufpreis haben die Beteiligten offiziell Stillschweigen vereinbart. Die beiden Geschäftsführer und Gründer David Zimmer, der zwölf Prozent der Anteile besitzt, und Christoph Staudt werden auch in Zukunft operativ die Verantwortung tragen und bleiben am Unternehmen beteiligt. Auch der dritte Geschäftsführer, Martin Balzer, sowie das gesamte Führungsteam bleiben an Bord.

Seit der Gründung im Jahr 2007 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Kilometer Glasfasernetz in Deutschland aufgebaut. Im Januar 2019 gab Zimmer das Wachstumsziel aus: Bis 2030 will Inexio rund 2.000.000 Millionen Haushalte mit Glasfaseranschlüssen erreichen.

"Um unser Wachstumsziel zu erreichen, sind Investitionen von rund 5 Milliarden Euro erforderlich" sagte Zimmer. Die Zahl der Beschäftigten soll von 380 auf 1.500 wachsen.

EQT-Partner Matthias Fackler erklärte, das mittelständische Unternehmen zu einem großen Player im Breitbandmarkt machen zu wollen, "in den bisherigen Regionen als auch bundesweit". "Der große Aufholbedarf an glasfaserbasiertem Gigabit-Internetzugang in Deutschland wird in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen erfordern", sagte Fackler. Nach der Prüfung durch die Kartellbehörden soll die Transaktion noch im Jahr 2019 vollzogen werden.

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