Bundeswehr: Deutschland plant seine militärische Präsenz im Weltraum

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Das Bundeskabinett will am 19. November Deutschlands erste nationale Weltraumsicherheitsstrategie(öffnet im neuen Fenster) beschließen. Das Papier markiert eine Wende: Die Bundeswehr soll künftig militärische Operationen im All durchführen können – mit Wächtersatelliten, Raumgleitern und Systemen zur elektronischen Kriegsführung.
"Der Weltraum dient nicht mehr ausschließlich friedlicher Forschung" , betonten Verteidigungsminister Boris Pistorius und Außenminister Johann Wadephul in dem Strategiepapier, das dem Spiegel vorliegt(öffnet im neuen Fenster) .
Ohne Satelliten funktionieren weder Navigation noch Kommunikation. Ein Ausfall würde Notfalldienste und Sicherheitsbehörden lahmlegen. Die neuen Technologien sollen Annäherungen an deutsche Satelliten erkennen und darauf reagieren können.
Geplant sind Cyberoperationen im Weltraum und Schutz vor elektromagnetischen Impulsen. Ab 2026 erhält die Bundeswehr schrittweise weitere Kommunikations- und Erdbeobachtungssatelliten.
35 Milliarden Euro gegen Bedrohungen im All
Pistorius kündigte an, bis 2030 rund 35 Milliarden Euro für Weltraumprojekte bereitzustellen. Der Grund: Russland und China haben ihre Fähigkeiten zur Kriegsführung im All massiv ausgebaut. Sie können Satelliten stören, blenden oder zerstören.



