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Bis zu 200.000 Reservisten geplant

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) fordert von der Bundesregierung im Gegenzug ein Entgegenkommen in der Arbeitsmarktpolitik. "Wer zusätzliche Kräfte für Bundeswehr, Reserve und sicherheitsrelevante Industrien gewinnen will, muss gleichzeitig die Arbeits- und Fachkräftesicherung insgesamt stärken", sagte BDA-Präsident Dulger. So benötigten die Arbeitgeber in jedem Fall "Planbarkeit und rechtssichere Transparenz". Dazu müssten sie über ein "abgesichertes Abfragerecht" herausfinden können, welche Mitarbeiter zu Reservediensten einberufen werden könnten.

Darüber hinaus dürften attraktive Konditionen für den Wehrdienst nicht dazu führen, dass Ausbildungen unter- oder abgebrochen würden. In einem BDA-Papier zur Arbeitsmarktpolitik heißt es laut FAZ dazu: "Ein attraktiv ausgestalteter Wehrdienst muss Dienstzeit, Ausbildung und berufliche Perspektiven sinnvoll verbinden." Ein- und Austrittszeitpunkte des freiwilligen Wehrdiensts sollten keine unnötigen Wartezeiten für die jungen Menschen verursachen.

Pistorius verteidigt Pläne

Bundesverteidigungsminister Pistorius will mit den Plänen eine "qualitativ und quantitativ starke Reserve" für die Bundeswehr aufbauen. Als "initialer Verteidigungsumfang" sei ein Personalumfang von 460.000 einsatzfähigen Soldaten festgelegt worden, wozu mindestens 200.000 Reservisten gehörten.

Pistorius wies die Kritik an den Plänen zurück. "Das ist der einzige Weg, um wirklich den verlässlichen, stabilen Aufbau einer neuen Reserve zu gewährleisten", sagte er nach Angaben des ZDF(öffnet im neuen Fenster) auf einer Reise in Kanada und fügte hinzu: "Die Arbeitgeber mögen es mir nachsehen." Zudem habe eine entsprechende Regelung bis in die 1990er Jahre gegolten.


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