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Bundeswehr: Anfangsbefähigung für Cyberkrieg erreicht

Das Verteidigungsministerium erklärt, dass eine Cyberwar-Truppe der Bundeswehr in der Lage sei, gegnerische Netze anzugreifen.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Achim Sawall
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Informationstechniksoldat (Bild: Ströter/Bundeswehr PIZ SKB)
Informationstechniksoldat Bild: Ströter/Bundeswehr PIZ SKB

Die Bundeswehr hat eine "Anfangsbefähigung" für Attacken in "gegnerischen Netzen" erreicht. Das berichtet die Financial Times Deutschland(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Unterlagen des Bundesverteidigungsministeriums für den Bundestag. Nach den Angaben sei die "Abteilung Informations- und Computernetzwerk-Operationen", die beim Kommando Strategische Aufklärung in Gelsdorf bei Bonn angesiedelt ist, seit Ende 2011 einsatzfähig.

Die Bundeswehr müsse im Rahmen ihres verfassungsrechtlichen Auftrags auch im Cyberraum operieren können, sagte ein Ministeriumssprecher der Financial Times Deutschland. Diese Fähigkeit solle ständig weiterentwickelt werden. Doch bislang seien die Spezialisten, zum großen Teil Informatikexperten von den Bundeswehruniversitäten, noch nicht eingesetzt worden. Das deutsche Militär erwarte, dass die Bundeswehr einen Angriff mit digitalen Waffen nicht isoliert führe, sondern eingebettet in "abgestimmte Maßnahmen" , womit konventionelle Waffen gemeint sind.

Auf der Webseite der Bundeswehr(öffnet im neuen Fenster) berichtet der Hauptgefreite Alexander Schulte, der in einer Untertageanlage als Informationstechniksoldat arbeitet: "Hauptsächlich kümmere ich mich um IT-Gerät, das zu Einsätzen und Übungen ausgegeben oder von diesen zurückgeliefert wird. Hierzu bespiele ich Arbeitsplatzcomputer, Notebooks und Server mit der für den jeweiligen Einsatzzweck geforderten Software und konfiguriere diese zusammen mit meinen Kameraden."

Der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) hatte 2009 über die "Abteilung Informations- und Computernetzwerk-Operationen" berichtet, die zu der Zeit aus 76 Personen bestand und von Brigadegeneral Friedrich Wilhelm Kriesel geführt wurde. Die Abteilung beschäftige sich mit Angriffen, Spionage und Zerstörung in fremden Netzwerken, berichtete das Nachrichtenmagazin.

Nachtrag vom 5. Juni 2012, 16:23 Uhr

Der Hauptgefreite Alexander Schulte ist natürlich nicht in der Abteilung Informations- und Computernetzwerk-Operationen. Seine Tätigkeit ist in unserem Artikel beschrieben und die Quelle verlinkt.


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