Bundesverwaltungsgericht: Amazon verliert Prozess um Sonntagsarbeit

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Sonntagsarbeit bei Amazon wird weitgehende Folgen haben.

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Amazon-Arbeiterin
Amazon-Arbeiterin (Bild: Amazon)

Der Bundesverband Onlinehandel (Bvoh) hat wie erwartet das Verbot von Sonntagsarbeit bei Amazon durch das Bundesverwaltungsgericht kritisiert. "Wir brauchen in Deutschland dringend eine höhere Flexibilität in den Öffnungs- und Arbeitszeiten im Handel", sagte Verbandspräsident Oliver Prothmann dem Handelsblatt.

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Das Bundesverwaltungsgericht hatte am 27. Januar 2021 entschieden, dass Amazon in seinem Logistikzentrum in Rheinberg im Weihnachtsgeschäft 2015 zu Unrecht Sonntagsarbeit bewilligt worden war. Die Gewerkschaft Verdi, die gegen die von der Bezirksregierung Düsseldorf erteilte Ausnahmegenehmigung geklagt hatte, begrüßte dagegen die Entscheidung der obersten Verwaltungsrichter.

Amazon hatte im Weihnachtsgeschäft beantragt, 800 Beschäftigte an zwei Adventssonntagen einsetzen zu dürfen. Begründet hatte Amazon dies damit, dass dem Unternehmen unverhältnismäßiger Schaden entstehen würde, wenn ohne Sonntagsarbeit Lieferversprechen nicht eingehalten werden könnten. Dem hatte Verdi mit Hinweis auf den im Grundgesetz verankerten Sonntagsschutz widersprochen.

Die Verdi-Fachbereichsleiterin für den Handel in Nordrhein-Westfalen, Silke Zimmer, erklärte, dies sei eine Bestätigung des Einsatzes der Gewerkschaft für den Sonntagsschutz: "Die Beschäftigten bei Amazon arbeiten sehr hart bei untertariflicher Bezahlung und haben den freien Sonntag verdient. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit diesem Urteil bestätigt, dass die Lieferversprechen des Onlinehändlers nicht ausreichen, um den Anspruch der Beschäftigten auf einen freien Sonntag auszuhebeln."

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Amazon-Sprecher Michael Schneider sagte Golem.de: "Das Urteil hat keinen Einfluss auf den aktuellen Betriebsablauf. Wir werden es sorgfältig prüfen. Das Gerichtsurteil geht auf den Antrag auf ausnahmsweise Bewilligung von Sonntagsarbeit bei Amazon Rheinberg an zwei Sonntagen im Dezember 2015 zurück. Amazon hatte nach dem Land Nordrhein-Westfalen Revision eingelegt, um als beteiligte Partei seine eigenen Rechte am Verfahren zu wahren."

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quineloe 01. Feb 2021

So ist das halt mit professionellen Wikipediahatern, lieber nicht so genau lesen ;)

crazypsycho 30. Jan 2021

Nein, Amazon hatte eine Erlaubnis dafür eingeholt. Nur kann ich diesen Nachdenktag auch...

crazypsycho 29. Jan 2021

Finde auch, dass dieses grundsätzliche Verbot nicht mehr zeitgemäß ist. Sicher würde...

Genie 28. Jan 2021

Darum geht es überhaupt nicht. Das ist polemisches Geschwätz. Ein Amazon-Mitarbeiter...



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