Bundesverkehrsministerium: Zwei Milliarden für Open RAN sollen angeblich Europa helfen

Ein führender Vertreter des Bundesverkehrsministeriums erklärt die Open-RAN-Förderung der Regierung und verwickelt sich dabei in Widersprüche.

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Telekom-Chef Tim Höttges stellte in einer Videokonferenz am 28. Juni 2021 auch Open RAN vor.
Telekom-Chef Tim Höttges stellte in einer Videokonferenz am 28. Juni 2021 auch Open RAN vor. (Bild: Deutsche Telekom)

Die Bundesregierung will mit der 2-Milliarden-Euro-Förderung von Open RAN die "industriepolitisch klassischen Anbieter nicht ausspielen." Das sagte Tobias Miethaner, Abteilungsleiter beim Bundesverkehrsministerium, am 23. September 2021 bei der 5GMasters-Veranstaltung des Branchenverbands VATM. "Es geht darum, eine zusätzliche Alternative zu haben, dass Europa auch mitspielt."

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Zwei der weltweit führenden Telekommunikationsausrüster sind jedoch bereits aus Europa: Nokia aus Finnland und Ericsson aus Schweden. Dazu kommen Huawei und ZTE aus China und Samsung Electronics aus Südkorea.

Open RAN sei zudem auch nachhaltiger, weil nicht, wie bei herkömmlichen Ausrüstern, immer alle Komponenten ausgetauscht werden müssten, meinte Miethaner. Netzausrüster führen an, dass nicht alle RAN-Komponenten mit jeder neuen Mobilfunkgeneration getauscht werden.

Open RAN: Umweltfreundlich und made in USA?

Staatliche Förderung fließe laut Miethaner in "eine offene Plattform für Open RAN Labs und in die Open RAN Cities, wo die Technologie unter Realbedingungen getestet wird." Nächstes Jahr folge ein Programm für das Open-RAN-Ökosystem.

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Open RAN bedeutet Cloud, virtualisierte Netzwerkelemente, White-Box-Hardware, Open-Source-Software und standardisierte Schnittstellen. Auf proprietäre, hochentwickelte Chips der Ausrüster muss damit verzichtet werden. Open RAN ist eine Technologie mit Potenzial, aber nach Expertenmeinung auch noch mit vielen Fragezeichen. Anlass zu übermäßigem Enthusiasmus gibt sie derzeit nicht, weder bei der niedrigen Performance noch beim hohen Energiebedarf. Die vielen US-Anbieter im Feld werden sich Fragen zur Zusammenarbeit mit der NSA gefallen lassen müssen.

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