Bundesverkehrsministerium: Regierung könnte Satelliteninternet fördern

Um in weißen Flecken wenigstens eine Grundversorgung zu bieten, überlegt die Bundesregierung eine Förderung von Satelliteninternet.

Artikel veröffentlicht am ,
Tobias Miethaner, Abteilungsleiter beim Bundesverkehrsministerium
Tobias Miethaner, Abteilungsleiter beim Bundesverkehrsministerium (Bild: Konrad Adenauer Stiftung)

Die Bundesregierung hat sich bei der Förderung auch dem Thema Satelliteninternet genähert. Das sagte Tobias Miethaner, Abteilungsleiter beim Bundesverkehrsministerium, am 27. Oktober 2020 auf einer Panelrunde von VATM Virtuell. "Vor Jahren hätten wir das nicht für möglich gehalten. Doch noch gibt es nichts zu verkünden", erklärte Miethaner.

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Laut Björn Gütlich, Abteilungsleiter für Satellitenkommunikation beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, "hat das Satelliteninternet bisher bedauerlicherweise so gut wie keinen Beitrag zum Breitbandausbau und zum Schließen weißer Flecken geleistet." Doch Satelliteninternet habe Flächendeckung zu bieten und das ohne lange Wartezeiten. Wer heute einen Satelliten bestelle, habe ihn in zwei bis drei Jahren am Himmel, betonte er.

"Es gibt rund 200.000 Haushalte, die überhaupt nicht erreicht werden. Trotz hoher Latenzzeiten für Gamer würden dann immerhin Datenraten von 50 bis 100 MBit/s pro Haushalt geboten werden. Dann hätte jeder Flecken in Deutschland zumindest eine Grundversorgung", sagte Gütlich über Satelliteninternet. Darum sei es richtig, auch hier zu fördern.

Vodafone: Asche auf unser Haupt wegen Versorgungslücken

Laut Michael Jungwirth, Mitglied der Geschäftsleitung bei Vodafone Deutschland und Cheflobbyist, ist nach der Kritik an den weißen Flecken in den Mobilfunknetzen, die vor drei Jahren einsetzte, ein Ruck durch das Land gegangen. "Das war auch berechtigt, Asche auf unser Haupt", räumte Jungwirth ein. Vodafone bringe sich in Förderprogramme massiv ein, weil der Mobilfunkausbau nie überall wirtschaftlich darstellbar sei. Er bekannte sich zu dem Ziel, bis zum Jahr 2025 flächendeckend Gigabit zu bieten.

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"Es geht darum, in grauen Flecken zu fördern, aber nicht nur. Weiße Flecken sind Einsprengsel in grauen Flecken", sagte Miethaner. Es sei wünschenswert, wenn die Graue-Flecken-Förderung da zum Zug komme, wo auch die weißen Flecken seien. Graue Flecken sind Bereiche, in denen bereits ein Netz vorhanden ist, das Datenraten von mindestens 30 MBit/s ermöglicht. Hier kann nach EU-Recht bei Einhaltung erhöhter Anforderungen gefördert ausgebaut werden.

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kalimero 28. Okt 2020

Redest du von dem Staat der jegliche Projekte in Zeit- und Kostenrahmen abschliesst?

SanderK 28. Okt 2020

Richtig, wobei schon viele ihre Anschlüsse abbestellen und auf Starlink warten...

up.whatever 28. Okt 2020

Das betrifft nicht nur die letzte Zeit, das ist der etablierte Dauerzustand in der...

Prof.Dau 28. Okt 2020

+1

gelöscht 27. Okt 2020

Warum schafft der Bund es nicht, ebenfalls Glasfaser auszubauen. Mit einer Gesellschaft...



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