Bundesverkehrsministerium: 15.000 neue Ladesäulen für Elektroautos geplant
Trotz der geringen Zulassungszahlen von Elektroautos will der Verkehrsminister diese Antriebstechnik weiter voranbringen. Dobrindt sagte der Bild am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) , er wolle 15.000 neue Ladesäulen in Deutschland aufstellen – nicht nur an Autobahnraststätten, sondern auch vor Einkaufszentren und Baumärkten.
Dies koste etwa 300 Millionen Euro, rechnete der Minister, der von 10.000 Euro für eine normale Ladesäule und 35.000 Euro für eine Schnell-Ladesäule ausgeht. An den normalen Säulen soll ein Elektroauto in mehreren Stunden aufgeladen werden, während Schnell-Ladesäulen das im Schnitt in 20 Minuten erledigen sollen. Betrieben werden sollen die Ladesäulen nicht vom Staat, sondern von privaten Investoren.
Elektroautos setzen sich nicht von allein durch
Zunächst sah es so aus, als würden sich Elektroautos schnell durchsetzen. Angesichts steigender Benzinpreise suchten viele Autofahrer nach Alternativen. Doch seitdem die Ölpreise seit Monaten auf Talfahrt sind, achten deutsche Neuwagenkäufer wieder auf Motorleistung und scheinbare Geländegängigkeit in Form von SUVs. Das legt eine Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen nahe.
2015 wurden in Deutschland etwa 3,2 Millionen Pkw neu zugelassen. Davon waren 12.363 Elektroautos. Die Bundesregierung will, dass bis 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland zugelassen werden.
Ein Grund, weshalb die Elektromobilität nicht in Gang kommt, sind die hohen Kosten und die niedrige Reichweite der Fahrzeuge. Innerhalb der Bundesregierung ist umstritten, ob ein finanzieller Anreiz für den Kauf von Elektroautos gezahlt werden sollte.
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