• IT-Karriere:
  • Services:

Bundesverkehrsminister: Mobilfunkgipfel vereinbart 1 Prozent mehr Abdeckung

Bis Ende 2020 soll in Deutschland eine Mobilfunkabdeckung der bewohnten Gebiete von 99 Prozent erreicht werden. Doch das passiert nur, wenn die 5G-Bedingungen so ausfallen, wie die Konzerne es wollen.

Artikel veröffentlicht am ,
Bei der Pressekonferenz zum Mobilfunkgipfel
Bei der Pressekonferenz zum Mobilfunkgipfel (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Mobilfunkbetreiber haben sich auf 1 Prozent mehr Netzausbau in Deutschland geeinigt. Das gab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am 12. Juli 2018 bekannt. Bis Jahresende 2020 soll eine Mobilfunkabdeckung der bewohnten Gebiete von 99 Prozent erreicht werden. "5G war heute nicht das Thema. Es war ausgeklammert, weil es um 4G geht", sagte Scheuer.

Stellenmarkt
  1. Die Autobahn GmbH des Bundes, Hamm, Münster, Gelsenkirchen
  2. Heraeus infosystems GmbH, Hanau

Die Mobilfunkbetreiber wollen mindestens 1.000 Standorte in weißen Flecken neu mit 4G ausbauen oder aufrüsten und mindestens 10.000 Standorte neu bauen oder aufrüsten. Dafür sollen Zahlungen der Netzbetreiber für 4G-Frequenzen vom Bundesfinanzministerium aufgeschoben werden. Auch die Grenzregionen brauchten die Möglichkeit, deutsche Netze zu nutzen, "ohne dass da etwas anderes stark reinstrahlt", erklärte Scheuer.

"Wir reden hier über Milliardeninvestitionen", sagte Telekom-Chef Tim Höttges. Die Regierung habe keine Anweisungen erteilt, sondern es gab Fragen, warum noch keine flächendeckende Mobilfunk-Abdeckung vorhanden sei. "Es geht bis hin zu Förderkulissen in sehr ländlichen Gebieten." Diese Investition stehe unter dem Vorbehalt der Bedingungen für den 5G-Ausbau, betonte Höttges. Auch die Vodafone-Vertreterin, Anna Dimitrova, Geschäftsführerin Strategy & Digital sagte, dass die Zusagen an die Bedingungen für 5G gebunden seien.

Höttges gibt den Ton an

National Roaming führe dazu, dass deutlich weniger in Deutschland investiert werde, weil der Wettbewerb eingeschränkt wird, meinte Höttges.

Tabea Rößner, netzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, sagte: Wir brauchen keine Gipfel, auch keine neuen Apps, um Funklöcher zu lokalisieren - die sind ja bekannt. Stattdessen brauchen wir endlich Investitionen in den Netzausbau, eine sinnvolle Regulierung und eine nachhaltige zielorientierte Förderpolitik. Leider gab es in der Vergangenheit nichts davon. Den Ausbau habe sein Vorgänger und Parteifreund Alexander Dobrint vielmehr ordentlich an die Wand gefahren.

Die Funkloch-App, die im Koalitionsvertrag steht, ist vom Verkehrsministerium in Auftrag gegeben und solle laut Minister Scheuer Ende des Jahres starten. Matthias Kammer, Direktor Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), erklärte: "Seit Jahren ist den Verantwortlichen in Staat und Wirtschaft bekannt, wo in Deutschland die Menschen unverändert keinen oder schlechten mobilen Empfang haben." Auf der Basis dieser vorhandenen Daten sollte das seit Jahren zuständige Ministerium "dringend und zwingend" für Abhilfe sorgen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,39€
  2. 8,75€

irungoldstein 13. Jul 2018

Ich kann deine Argumentation vollkommen nachvollziehen und sie auch in Teilen direkt...

RipClaw 13. Jul 2018

Oder man versucht mal das Modell das von verschiedenen Ländern bereits bei der UMTS...

Eheran 13. Jul 2018

Das will auch überhaupt niemand machen. Die Geschichte, dass man da unbedingt super...

GaliusGraubart 13. Jul 2018

Naja, ich wohne ca. 1km entfernt der deutschen Grenze, und falle ständig ins deutsche...

wire-less 13. Jul 2018

Dann stellt sich noch die Frage: Indoor oder Outdoorcoverage. Um wirklich 100...


Folgen Sie uns
       


Outriders angespielt

Im Video stellt Golem.de das von People Can Fly entwickelte Actionspiel Outriders vor.

Outriders angespielt Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /