• IT-Karriere:
  • Services:

App: Bundesnetzagentur sammelt Funklöcher

Es geht los mit der offiziellen Vermessung der Funklöcher in Deutschland durch die Bundesnetzagentur. Wenn sich viele beteiligen, wird der Druck auf die Netzbetreiber erhöht.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesminister Andreas Scheuer (r.) bei der Pressekonferenz zum Mobilfunkgipfel im Juli 2018
Bundesminister Andreas Scheuer (r.) bei der Pressekonferenz zum Mobilfunkgipfel im Juli 2018 (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Funkloch-App der Bundesnetzagentur ist fertig. Das gab die Behörde am 30. Oktober 2018 bekannt. Das Bundesverkehrsministerium hatte die Bundesnetzagentur - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - beauftragt, ihre bestehende App zur Breitbandmessung zu erweitern, damit Lücken in der Mobilfunkabdeckung gemeldet werden könnten.

Stellenmarkt
  1. Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. Web Computing GmbH, Münster

Das Update steht für Android und iOS im Google Play Store und Apple App Store zum Download zur Verfügung. Laut informierten Kreisen soll Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, verstimmt darüber gewesen sein, dass die Bundesnetzagentur so lange für die Entwicklung gebraucht habe.

Scheuer sagte: "Die App speichert den Standort - und überträgt die Daten, sobald das Handy wieder Internet hat. Der Zustand, den wir jetzt haben, ist für eine Wirtschaftsnation untragbar. Wir brauchen eine flächendeckende Mobilfunkversorgung in Deutschland."

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, erklärte: "Die nun veröffentlichte App ist ein erster Schritt. Wir haben die Möglichkeit geschaffen, Funklöcher zu erfassen und zu melden. 2019 werden die Ergebnisse in einer Karte öffentlich zugänglich gemacht. Hierfür ist es erforderlich, dass möglichst viele Daten vorliegen, um einen großen Bereich abdecken zu können."

Die App Breitbandmessung der Bundesnetzagentur erlaubt mit einem Klick auf die Schaltfläche "Netzverfügbarkeit erfassen" den Start der Abfrage. Ab diesem Zeitpunkt erfasst die App in regelmäßigen Abständen von maximal 50 Metern, ob eine Netzabdeckung vorhanden ist - und ob sie durch 2G-, 3G- oder 4G-Technik gegeben ist. Die erfasste Wegstrecke wird dem Nutzer auf einer Karte dargestellt. Wenn der Nutzer die Erfassung stoppt, werden die Daten unter Angabe von Ort, Zeit und Mobilfunkanbieter an einen zentralen Server übermittelt.

Wie schlecht ist der Mobilfunk in Deutschland?

Laut Angaben der Grünen erreichte die Telefónica im Mai 2018 erst einen Versorgungsgrad von 66 Prozent der Fläche Deutschlands, Vodafone kam auf 87 Prozent und die Telekom auf 93 Prozent. Zugleich seien die Preise für Datenvolumen im europäischen Vergleich deutlich höher als in benachbarten EU-Mitgliedsstaaten.

Die Netzbetreiber geben bisher stets nur die Bevölkerungsabdeckung an, die sich nicht auf die versorgte Fläche in der Bundesrepublik bezieht, sondern auf die Bevölkerung. Bereits bei der Vergabe der LTE-Funklizenzen wurde es den Bietern offengelassen, bis zu zwei Prozent der Haushalte auszusparen. Es war damals schon absehbar, dass eine solche Regelung den ländlichen Raum treffen würde. Eine Abdeckung von 98 Prozent der Haushalte dürfte laut Angaben der Grünen nicht viel mehr als eine 70-Prozent-Abdeckung der Fläche in Deutschland umfassen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 60,99€ (Vergleichspreis 77,81€)
  2. (u. a. AZZA Celesta 340 für 42,90€ + 6,79€ Versand)
  3. (u. a. MX500 1 TB für 93,10€ mit Gutschein: NBBCRUCIALDAYS)
  4. (u. a. ASUS TUF Gaming VG32VQ1B WQHD/165 Hz für 330,45€ statt 389€ im Vergleich und Tastaturen...

lhs 01. Nov 2018

Genau das habe ich heute auch beobachtet

lhs 01. Nov 2018

Ich habe die App gestern auf meiner Pendelstrecke Mal mitlaufen lassen, da ich beim...

TrollNo1 31. Okt 2018

Verfälschen die das Ergebnis nicht? Und misst die App auch 4G, wenn der Vertrag kein 4G...

marcometer 31. Okt 2018

OnePlus 5T mit Android 8.1: Funktioniert völlig problemlos. Erfasst die oben angezeigte...


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer)

Das Makerphone ist ein Handy zum Zusammenbauen. Kinder wie auch Erwachsene können so die Funktionsweise eines Mobiltelefons nachvollziehen.

Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer) Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster
Indiegames-Rundschau
Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster

Traumstädte bauen in Townscaper, Menschen fressen in Carrion und Bilderbuchgrusel in Creaks: Die neuen Indiegames bieten viel Abwechslung.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Licht aus, Horror an
  2. Indiegames-Neuheiten Der Saturnmond als galaktische Baustelle
  3. Indiegames-Rundschau Dunkle Seelen im Heavy-Metal-Rausch

Programmiersprache Go: Schlanke Syntax, schneller Compiler
Programmiersprache Go
Schlanke Syntax, schneller Compiler

Die objektorientierte Programmiersprache Go eignet sich vor allem zum Schreiben von Netzwerk- und Cloud-Diensten.
Von Tim Schürmann


    Sysadmin Day 2020: Du kannst doch Computer ...
    Sysadmin Day 2020
    Du kannst doch Computer ...

    Das mit den Computern könne er vergessen, sagte ihm das Arbeitsamt nach dem Schulabschluss. Am Ende wurde Michael Fischer aber doch noch Sysadmin, zur allerbesten Sysadmin-Zeit.
    Ein Porträt von Boris Mayer


        •  /