Bundestagswahl: Generalbundesanwalt ermittelt nach russischen Cyberangriffen

Unter dem Namen Ghostwriter soll Russland Angriffe auf Politiker durchgeführt haben. Nun wurden Ermittlungen eingeleitet.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Hinter den Phishing-Angriffen soll ein Geheimdienst des russischen Militärs stecken.
Hinter den Phishing-Angriffen soll ein Geheimdienst des russischen Militärs stecken. (Bild: WikiImages/Pixabay)

Wegen mutmaßlich russischer Cyberangriffe auf deutsche Politikerinnen und Politiker ermittelt jetzt der Generalbundesanwalt. Die Ermittlungen seien wegen des Verdachts geheimdienstlicher Agententätigkeit eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Donnerstag, den 10. September der Deutschen Presseagentur (dpa) in Karlsruhe. Dabei gehe es um eine Kampagne, die unter dem Namen Ghostwriter laufe.

Stellenmarkt
  1. Projektingenieur mit Schwerpunkt IT (m/w/d)
    Fresenius Kabi, Friedberg
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz, Konstanz
Detailsuche

Russlands Außenministerium wies die Vorwürfe zurück. "Unsere Partner in Deutschland haben gar keine Beweise für eine Beteiligung der Russischen Föderation an diesen Attacken vorgelegt", sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau. Auch aus den USA gebe es solche grundlosen Anschuldigungen. Sie meinte, es handele sich wohl um eine neue Kampagne gegen Russland im Hinblick auf die Bundestagswahl am 26. September.

Das Auswärtige Amt hatte am 6. September mitgeteilt, der Bundesregierung lägen "verlässliche Erkenntnisse vor, auf Grund derer die Ghostwriter-Aktivitäten Cyberakteuren des russischen Staates und konkret dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugeordnet werden können". Russlands Regierung war demnach bei einem Besuch von Vize-Außenminister Wladimir Titow in Berlin vorige Woche aufgefordert worden, "diese unzulässigen Cyberaktivitäten mit sofortiger Wirkung einzustellen".

Phishing-Mails gegen Abgeordnete

Vor allem vor der Wahl seien Phishing-Mails an Bundestags- und Landtagsabgeordnete verschickt worden. Mit diesen hätten die Angreifer versucht an persönliche Anmeldedaten insbesondere von Bundestags- und Landtagsabgeordneten zu gelangen, um dadurch Identitätsdiebstahl begehen zu können, erklärt das Auswärtige Amt. "Diese Angriffe können als Vorbereitungshandlungen für Einflussoperationen wie zum Beispiel Desinformationskampagnen im Zusammenhang mit der Bundestagswahl dienen."

Hacking & Security: Das umfassende Handbuch. 2. aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Deutsch) Gebundene Ausgabe
Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.08.2022, virtuell
  2. Kubernetes Dive-in-Workshop: virtueller Drei-Tage-Workshop
    11.-13.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Sicherheitsbehörden haben den Bundestag in diesem Jahr mindestens drei Mal über Cyberangriffe ausländischer Nachrichtendienste auf Parlamentarier informiert. Zuletzt sollen mehrere Abgeordnete von Union und SPD betroffen gewesen sein.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatten im Juni mitgeteilt, "dass sich nachrichtendienstliche Angriffe gegen Parteiangehörige intensivieren". Diese Angriffe richteten sich häufig gegen private und dienstliche E-Mail-Adressen von Abgeordneten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Hacking
Der Bad-USB-Stick Rubber Ducky wird noch gefährlicher

Mit einer neuen Version des Bad-USB-Sticks Rubber Ducky lassen sich Rechner noch leichter angreifen und neuerdings auch heimlich Daten ausleiten.

Hacking: Der Bad-USB-Stick Rubber Ducky wird noch gefährlicher
Artikel
  1. Der Herr der Ringe: Filme, Spiele und Sauron-Quietscheentchen
    Der Herr der Ringe
    Filme, Spiele und Sauron-Quietscheentchen

    Abgesehen von den Buchrechten bekommt Mittelerde einen neuen Besitzer. Golem.de stellt schöne und schräge Lizenzprodukte vor.
    Von Peter Steinlechner

  2. Wearable: Doro bringt Smartwatch für Senioren für 120 Euro
    Wearable
    Doro bringt Smartwatch für Senioren für 120 Euro

    Die Smartwatch Doro Watch kann die Fitness überwachen, Puls, Blutsauerstoff sowie Schlaf aufzeichnen und hat einen Notfallknopf.

  3. E-Mountainbike Graveler 29 Zoll: Aldi verkauft Mountain-E-Bike von Prophete
    E-Mountainbike Graveler 29 Zoll
    Aldi verkauft Mountain-E-Bike von Prophete

    Aldi bietet ein sportliches E-Bike für knapp 1.000 Euro an. Das Graveler 29 Zoll ist für unwegsames Gelände und die Stadt gedacht und dabei recht leicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 10%-Gaming-Gutschein bei eBay • Grafikkarten zu Tiefpreisen (Palit RTX 3090 Ti 1.391,98€, Zotac RTX 3090 1.298,99€, MSI RTX 3080 Ti 1.059€) • PS5 bei Amazon • HP HyperX Gaming-Maus 29€ statt 99€ • MindStar (ASRock RX 6900XT 869€) • Bester 2.000€-Gaming-PC [Werbung]
    •  /