Abo
  • Services:

Bundestagswahl 2017: IT-Probleme verzögerten Stimmübermittlung

Kein großer Hack, aber einzelne Probleme: Selten stand die IT-Infrastruktur der Wahl so im Fokus wie dieses Mal. Neben Störungen bei der Übermittlung gab es auch zwischenzeitlich falsche Darstellungen der Ergebnisse.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die Wahl war analog, es gab trotzdem einige Probleme mit der IT.
Die Wahl war analog, es gab trotzdem einige Probleme mit der IT. (Bild: Lennart Preiss)

Das große IT-Chaos bei der Bundestagswahl war trotz der zuvor offengelegten Schwachstellen in der von vielen Bundesländern genutzten Software PC-Wahl ausgeblieben, trotzdem gab es zwischenzeitlich Probleme und Verwirrung.

Stellenmarkt
  1. Brillux GmbH & Co. KG, Münster
  2. SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Pforzheim

In Berlin konnten über einen Zeitraum von knapp zwei Stunden keine neuen Ergebnisse zur Bundestagswahl und dem zeitgleich stattfindenden Referendum über den Innenstadtflughafen Tegel übermittelt werden. Die stellvertretende Landeswahlleiterin Ulrike Rockmann sprach bislang lediglich von "technischen Problemen". Auch nachdem die Erfassung wieder gestartet worden war, hieß es, die Systeme seien "nicht voll belastbar".

Ebenfalls in Berlin sorgten unterschiedliche Darstellungen der Zwischenergebnisse für Verwirrung. In der Auseinandersetzung im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf wurden nach Informationen der dpa für die ausgezählten Erststimmen beim Bundeswahlleiter und der Landeswahlleiterin unterschiedliche Stimmanteile angezeigt. So wurde beim Bundeswahlleiter zunächst der SPD-Kandidat Tim Renner mit 28,8 Prozent als Gewinner angegeben, nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis liegt allerdings der CDU-Kandidat Klaus-Dieter Gröhler vorne. Beim Berliner Portal lag der CDU-Kandidat schon vorher vorne.

Falsche Erststimmenanteile übermittelt

Der Bundeswahlleiter hat eingeräumt, dass zwischenzeitlich ein falsches Ergebnis veröffentlicht wurde. In Berlin wird allerdings nicht die umstrittene Wahlsoftware PC-Wahl genutzt, sondern die Software Ivuelect, wie der Hersteller Ivu Traffic Technologies Golem.de bestätigte. Details zur Ursache der Probleme gibt es bislang nicht, eine Antwort auf eine Anfrage an die Landeswahlleiterin steht noch aus.

Auch in München kam es bei der Wahl zu Verwirrung. In München hieß es zunächst, die Wahlbeteiligung habe über 90 Prozent gelegen. Der Chef des zuständigen Kreisverwaltungsreferats (KVR) räumte nach Darstellung der SZ später ein, auch hier habe ein IT-Fehler zu Verwirrung geführt und korrigierte den Wert auf knapp unter 80 Prozent. Nach Darstellung des Herstellers ist auch die Landeshauptstadt München Kunde von Ivuelect. Ob die Software bei der Wahl konkret zum Einsatz gekommen sei, konnte ein Sprecher spontan nicht bestätigen.

Das CCC-Mitglied Thorsten Schröder hatte vor der Wahl neben den Schwachstellen in der Software auch darauf hingewiesen, dass der Hersteller der Software PC-Wahl einen Verein mitgegründet habe, der sich für eine weitere Digitalisierung der Wahl aussprechen will, ähnlich wie es ausgerechnet der Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik gefordert hatte.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. ROG Rapture GT-AC5300 + Black Ops 4 für 303,20€ + Versand statt 345€ im Vergleich, RT...
  2. 79,90€ + Versand (Bestpreis!)
  3. (u. a. GTA V für 16,82€ und The Elder Scrolls Online: Morrowind für 8,99€)
  4. 284,90€ statt über 320€ im Vergleich (+ 50€ Rabatt bei 0%-Finanzierung und Gutschein: NAS-50)

pommesmatte 25. Sep 2017

Aus den Wahlbezirken würde niemand den Bundeswahlleiter anrufen, auch nicht aus den...

Prinzeumel 25. Sep 2017

Wenn die afd nicht die 5% geschafft hätte würden sie jetzt "wahlbetrug" schreien und...

elgooG 25. Sep 2017

Wie immer. ;-)

Sharra 25. Sep 2017

Mimimi, die Software ist nicht gut, wir müssen jetzt alles 10x prüfen, bevor wir es...


Folgen Sie uns
       


Fazit zu Spider-Man (PS4)

Spider-Man ist trotz ein paar kleiner Schwächen ein gelungenes Spiel, dem wir mit viel Freude ins Netz gehen.

Fazit zu Spider-Man (PS4) Video aufrufen
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
    iPhone Xs, Xs Max und Xr
    Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

    Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
    Von Tobias Költzsch

    1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
    2. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten
    3. XMM 7560 Intel startet Serienfertigung für iPhone-Modem

      •  /