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Bundestag: Visa-Erleichterungen für E-Sportler sind beschlossen

Ab März 2020 können Profispieler aus aller Welt an E-Sport-Turnieren in Deutschland teilnehmen - ohne ernsthaft mit Problemen bei der Einreise rechnen zu müssen: Der Bundestag hat dies mit einer lange geforderten Änderung der Beschäftigungsverordnung beschlossen.

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E-Sportler auf einem Turnier
E-Sportler auf einem Turnier (Bild: John McCoy/Getty Images)

Seit Jahren fordern Spielebranche und E-Sportler die Änderung, nun ist sie beschlossen: In der letzten Sitzung des Jahres hat der Bundestag der geänderten Beschäftigungsordnung zugestimmt. Ab März 2020 können damit auch Profis aus Drittländern (also außerhalb der Europäischen Union) damit rechnen, problemlos und vor allem unbefristet nach Deutschland einreisen zu können, um an Turnieren oder als Mitglied eines Teams am Training teilzunehmen.

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In den vergangenen Jahren wurde immer wieder E-Sportler an der Grenze zurückgewiesen. Ohne in die juristischen Einzelheiten gehen zu wollen: Das hing auch damit zusammen, dass E-Sport offiziell nicht als Sport anerkannt war - für Athleten in anderen Disziplinen gelten schon lange vereinfachte Visa-Anforderungen.

Die Spielebranche hat lange für die Profispieler gekämpft. Im 2018 zwischen CDU, CSU und SPD geschlossenen Koalitionsvertrag ist verabredet, "E-Sport künftig vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anzuerkennen". Ganz umgesetzt ist das noch nicht, aber immerhin eben im Hinblick auf die Visa-Erteilung.

Felix Falk, der als Geschäftsführer des Branchenverbands Game lange für die Änderung gekämpft hat, erwartet, dass die neue Beschäftigungsverordnung auch "die Position Deutschlands als internationaler E-Sport-Standort" stärken werde.

Gleichzeitig fordert Falk, dass die ebenfalls im Regierungsprogramm versprochene Anerkennung der Gemeinnützigkeit für E-Sport-Vereine rasch umgesetzt wird. Während es bei den Visafragen um den Spitzensport gehe, sei die Gemeinnützigkeit für die Förderung des Breitensports nötig.

Hans Jagnow, Chef des E-Sport-Bund Deutschland (ESBD) geht davon aus, dass das Visum "Deutschland als Gastgeber für internationale Veranstaltungen" und gleichzeitig "die gezielte Spieleranwerbung aus Drittstaaten" ermögliche.

Für die Erteilung des Visums gelten bestimmte Voraussetzungen: Die Profis müssen mindestens 16 Jahre alt sein, ein Mindestgehalt bekommen sowie eine Bestätigung der professionellen Tätigkeit durch den für E-Sport zuständigen Spitzenverband haben. Der E-Sport-Bund Deutschland (ESBD) kündigte an, dafür ein Verfahren aufzustellen, das im Austausch mit den relevanten Akteuren entwickelt werde.

In Deutschland tut sich gerade viel im Bereich des E-Sports. So beteiligt sich die Telekom am Profiteam SK Gaming und der FC Bayern München hat Anfang Dezember 2019 als letzter großer Verein ein professionelles Fußballteam gegründet, das in der E-Football-Pro von Konami antritt.

Gleichzeitig gibt es in München den Plan, mit der League of Legends European Championship im Jahr 2021 ein richtig großes Turnier nach Deutschland zu holen. Allerdings ist der Plan wegen der hohen Kosten umstritten - falls kein Sponsor einspringt, könnte das Vorhaben scheitern.

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lemmer 21. Dez 2019

jetzt kommen sie, die sog. fachkräfte!


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