Bundesregierung: Was eine Mobilfunkanlage kostet

Eine LTE-Sendeanlage kostet rund 170.000 Euro. Dazu kommen noch einige weitere Ausgaben für Backhaul und Miete. Doch eigentlich geht es um 5G.

Artikel veröffentlicht am ,
So sehen die neuen Heptaband-Antennen ohne Verschalung aus.
So sehen die neuen Heptaband-Antennen ohne Verschalung aus. (Bild: Telekom)

Laut des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) wird pro Mobilfunk-Sendeanlage mit Kosten von 170.000 Euro gerechnet. Diese Summe orientiert sich an den Kosten von LTE-Sendeanlagen. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen Margit Stumpp, Sprecherin für Medien und digitale Infrastruktur hervor, die Golem.de exklusiv vorliegt. Dazu kämen noch Kosten für die Anbindung von Sendeanlagen mit Glasfaser.

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator (w/m/d) Storagesysteme
    Deutsche Welle, Berlin
  2. Admin Linux-Systeme & IT-Infrastruktur (w/m/d)
    LIfBi - Leibniz-Institut für Bildungsverläufe, Bamberg
Detailsuche

Stumpp wollte wissen, was nach Kenntnis der Bundesregierung die Errichtung einer 5G-Sendeanlage inklusive Anlagenkosten und Glasfaseranschluss bei den Frequenzen 2 und 3,6 GHz kostet. "Belastbare Kostenangaben können nicht gemacht werden, weil die Kosten von individuellen Umständen abhängen: Das Investitionsvolumen für die Errichtung eines Mobilfunkstandortes besteht aus einmaligen Kosten für den Aufbau des Sendemastes (Baukosten, Erschließung und Stromversorgung, Beschaffung der Antenne und entsprechender Netztechnik, Anbindung an das Backbone-Netz) sowie laufenden Kosten (zum Beispiel Miete bei Standorten auf Dächern, Strom und Wartung)", erklärte das Bundesverkehrsministerium in der Antwort.

Telekom legte ungefähre Zahlen vor

Wenn ein Netzbetreiber bereits bestehende Mobilfunkstandorte aufrüsten könne, reduzierten sich die Kosten daher deutlich. Die Kosten für jeden Netzbetreiber könnten wegen Lieferverträgen mit unterschiedlichen Ausrüstern voneinander abweichen. Die Kosten für die Anbindung mit Glasfaser als Backhaul (also einer Transportverbindung zwischen zentralen und verteilten Netzknoten) könne je nach Topografie und Bodenbeschaffenheit sehr stark variieren. Der Chef der Deutschen Telekom Timotheus Höttges erwartet für den 5G-Aufbau hohe Ausgaben. "Die Bereitstellung von 5G wird sehr teuer. In ganz Europa kostet der Ausbau 300 bis 500 Milliarden Euro", sagte Höttges im Februar 2017 auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.

Bei Verwendung von Frequenzen unterhalb von 1 GHz könne mit einer Basisstation ein wesentlich größerer Bereich abgedeckt werden als mit Frequenzen oberhalb von 1 GHz. Für die gleiche Fläche würden bei 1,8 GHz oder 2 GHz beispielsweise circa viermal so viele Basisstationen benötigt wie bei 900 MHz. Bei 3,6 GHz würden noch einmal mehr Basisstationen gebraucht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Gormenghast 05. Nov 2018

Wo wir gerade beim Thema "Stammtisch" sind: im Jahr 2017 hat die Telekom exakt 0¤ bei...

LASERwalker 05. Nov 2018

Die Schweiz hat 10 mal weniger Einwohner bei 8 mal weniger Fläsche. Deutschland ist eine...

Glitti 05. Nov 2018

Hallo! Weiß jemand wieviel die Mobilfunkanbieter einem ungefährt an Miete bezahlen wenn...

486dx4-160 04. Nov 2018

Noch ein paar Milliarden könnte man sparen wenn nicht jeder einzelne Mobilfunkanbieter...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Twitter
Was bisher bei Elon Musks Twitter 2.0 geschah

Nach der Twitter-Übernahme durch Elon Musk ist klar: Das Netzwerk hat wesentlich weniger Mitarbeiter. Es ist aber noch viel mehr passiert.
Ein Bericht von Oliver Nickel

Twitter: Was bisher bei Elon Musks Twitter 2.0 geschah
Artikel
  1. Responsible Disclosure: Obi macht das Melden einer Sicherheitslücke schwer
    Responsible Disclosure
    Obi macht das Melden einer Sicherheitslücke schwer

    Ein Sicherheitsforscher hat eine Lücke bei mehreren Unternehmen und Stadtverwaltungen gemeldet. Obi machte es ihm besonders schwer.

  2. Telefónica: Warum der LTE-Ausbau in der U-Bahn so lange dauert
    Telefónica
    Warum der LTE-Ausbau in der U-Bahn so lange dauert

    Seit August 2010 laufen in Deutschland LTE-Netze. Nun wird 5G langsam wichtiger, doch die Berliner U-Bahn ist noch immer nicht für alle mit 4G versorgt.

  3. Sono Motors: Solarauto Sion steht vor dem Aus
    Sono Motors
    Solarauto Sion steht vor dem Aus

    Sono Motors hat nicht mehr genug Geld für den Aufbau der Serienproduktion des Solarautos Sion. Nun soll die Community finanziell helfen. Mal wieder.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon • Samsung SSDs bis -28% • Rabatt-Code für ebay • Logitech Mäuse, Tastaturen & Headsets -53% • HyperX PC-Peripherie -56% • Google Pixel 6 & 7 -49% • PS5-Spiele günstiger • Tiefstpreise: Palit RTX 4080 1.369€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ [Werbung]
    •  /