Bundesregierung: Gigabit-Ziel wird nicht erreicht, soll aber bleiben

Mit Wortakrobatik will ein Unionspolitiker das Verfehlen des Gigabit-Ziels der Bundesregierung relativieren. Doch auch die Netzbetreiber sehen 2025 kein Gigabit.

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Kein Gigabitland 2025
Kein Gigabitland 2025 (Bild: Bundeswirtschaftsministerium)

Das Ziel der Bundesregierung eines flächendeckenden Ausbaus von Gigabit-Netzen bis zum Jahr 2025 wird nicht erreicht, es sollte aber dennoch bestehen bleiben. Das sagte Stefan Sauer (CDU), Mitglied des Bundestags-Ausschusses Digitale Agenda am 23. März 2021 während der Veranstaltung VATM Virtuell. "Das Ziel 2025 muss bleiben", erklärte er. Neue Ziele stifteten nur mehr Verwirrung.

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Laut Sauer "kommen wir der Gigabit-Gesellschaft deutlich näher. Wir haben das Ziel der Gigabit-Versorgung aufgestellt, nicht das von Glasfaser-Gigabit", sagte er mit Blick auf die Kabelnetze von Vodafone. "Die Aussage 'Gigabit bis 2025' habe ich nicht geprägt. Im ländlichen Raum werden wir bis 2025 keine Gigabitgesellschaft. Wenn man den ländlichen Raum ausblendet, werden wir es wohl bald schaffen, wenn oberirdischer Ausbau, Trenching und Satelliteninternet mit einbezogen werden."

VATM Event: Koax ist auch Kupfer

Nach den Aussagen von David Zimmer, Präsident des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) und Geschäftsführer der Deutsche Glasfaser, liegt noch ein "ganz weiter Weg vor uns. Im ländlichen Raum sind wir bei weitem noch nicht so weit." Es sei vollkommen unrealistisch, alle nötigen Glasfaseranschlüsse in den nächsten vier Jahren zu bauen.

Norbert Westfal, Sprecher der Geschäftsführung Ewe TEL, räumte ebenfalls ein, "dass bis 2025 nicht alles fertig sein wird." Auch das Koax-Netz bestehe aus Kupfer. "Am Ende brauchen wir echte Gigabitfähigkeit durch Glas bis ins Gebäude."

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