Bundesregierung: Das Gesundheitsportal kostet bisher 1,8 Millionen Euro

Das Gesundheitsportal der Bundesregierung zu entwickeln, hat wohl 1,8 Millionen Euro gekostet. Diesen Betrag habe der externe Dienstleister Valid Digitalagentur GmbH erhalten, der die Online-Enzyklopädie programmiert hat. Das berichtet Handelsblatt Inside Digital Health vorab. Demnach habe die FDP die Summe nachgefragt. Das Gesundheitsportal ist unter der URL gesund.bund.de(öffnet im neuen Fenster) erreichbar. Es stellt Informationen zu diversen Krankheiten bereit. Auch ist eine Suchmaschine integriert, die beim Finden von Symptomen oder Krankheitsbildern helfen soll.
Für den FDP-Politiker Wieland Schinneburg sei es notwendig, die Kosten des Projekts zu hinterfragen und kritisch einzuordnen. Das sei etwa durch die laufenden Kosten der Seite erforderlich. Schinneburg fordert zudem, dass die Bundesregierung mehr Werbung für das Angebot macht. Es sei ansonsten in der Bevölkerung einfach nicht bekannt genug. "Nicht nachvollziehbar ist, warum die Bundesregierung keine Marketingmaßnahmen ergreift, um den Bekanntheitsgrad des Portals zu erhöhen. Hier muss das Bundesministerium für Gesundheit dringend nachjustieren" , sagt er.
Das Gesundheitsportal ist seit dem 1. September 2020(öffnet im neuen Fenster) online. Allerdings befindet sich die Seite noch in einer Testphase, was die fehlenden Werbemaßnahmen erklären könnte. Verwaltet wird das Portal vom Bundesministerium für Gesundheit.
An dem Projekt haben Partner wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Robert Koch-Institut mitgearbeitet. Neben Krankheiten sollen darauf auch Ärzte und Krankenhäuser zu finden sein. Es soll komplett kostenlos und nicht werbefinanziert sein und auch bleiben.