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Bundesregierung: Übernahme von Elmos aus China soll genehmigt werden

Die 200mm-Waferfertigung in Dortmund sei technisch überholt und darum kein Sicherheitsproblem. Das chinesisch-schwedische Unternehmen Silex übernimmt das gesamte Personal.
/ Achim Sawall
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Arne Schneider von Elmos Semiconductor und Edvard Kälvesten (Silex) (Bild: Elmos)
Arne Schneider von Elmos Semiconductor und Edvard Kälvesten (Silex) Bild: Elmos

Die Bundesregierung will die Übernahme der Chipfertigung des Dortmunder Unternehmens Elmos Semiconductor durch den Konkurrenten Silex, eine MEMS-Foundry, voraussichtlich zulassen. Das erfuhr das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) aus Regierungskreisen. Der schwedische Käufer ist eine hundertprozentige Tochter des chinesischen Konzerns Sai Microelectronics(öffnet im neuen Fenster), ehemals Navtech, mit Sitz in Peking.

Das Bundeswirtschaftsministerium prüft derzeit den Verkauf der Fabrik des ASICs-Herstellers für die Automobilindustrie, innerhalb der kommenden Wochen soll die Genehmigung erfolgen. Der Inlandsgeheimdienst Bundesverfassungsschutz hat nach Handelsblatt-Informationen von einer Genehmigung des Verkaufs abgeraten.

Ende 2021 hatte Elmos angekündigt(öffnet im neuen Fenster), sich von seiner Fertigung am Stammsitz in Dortmund zu trennen. Für 85 Millionen Euro soll Silex das Werk und die Vorräte übernehmen. Mit dem Verkauf will Elmos, das vor allem für die Autoindustrie produziert, die eigene Produktion aufgeben und seine Chips stattdessen bei Auftragsfertigern einkaufen. Die Geschäftsführung hatte erklärt, ansonsten künftig die eigene Fabrik nicht mehr auslasten zu können.

Keine Gefahr durch den Abfluss von Know-how

Nach dem Koalitionsstreit um den Einstieg der chinesischen Staatsrederei Cosco in einen Hamburger Hafenterminal soll im Fall von Elmos Einigkeit zwischen Bundeskanzleramt und Bundeswirtschaftsministerium bestehen. Die Chiptechnologie von Elmos sei überholt, so dass keine Gefahr durch den Abfluss von Know-how bestehe.

Es handelt sich um eine 200mm-Waferfertigung. Elmos verkauft zu einem Gesamtpreis von rund 85 Millionen Euro. Silex Microsystems hat seinen Sitz im schwedischen Järfälla in der Nähe von Stockholm und bietet Foundry für die MEMS-Produktion (mikro-elektronisch-mechanische Systeme) von Sensoren und Aktoren an, im Wesentlichen für Anwendungen in den Bereichen Medizin, Consumer, Telekommunikation, Industrie und Automotive.

Nach dem Closing übernimmt Silex alle Anteile einschließlich des direkten und indirekten Personals unter der Führung des bisherigen Managements der Elmos Fab. Elmos bleibt Eigentümer der Gebäude und vermietet den Reinraum auf Basis eines langfristigen Mietvertrags an Silex. Zusätzlich stellt Elmos Silex die notwendige Infrastruktur, Versorgungsleistungen, IT-Support und Lizenzen auf der Grundlage separater Leasing- und Serviceverträge zur Verfügung. Die Testaktivitäten für die Elmos-Produkte verbleiben bei der Elmos Semiconductor.


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