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Bundesregierung: Rechnungshof kritisiert Laptop-Kauf für Bundeswehr

Laut dem Magazin des Spiegel hat der Bundesrechnungshof nicht viele gute Worte für ein 170-Millionen-Euro-Projekt des Verteidigungsministeriums übrig. Durch die Anschaffung Tausender Laptops sei das mobile Arbeiten noch lange nicht gesichert. Der Grund: das limitierte Intranet der Bundeswehr.
/ Oliver Nickel
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Die Bundeswehr will weitere Laptops einkaufen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
Die Bundeswehr will weitere Laptops einkaufen. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de / CC0 1.0

Eigentlich soll die Bundeswehr künftig Soldaten mit einigen Tausend neuen Notebooks ausstatten. Der Bundesrechnungshof kritisiert das Vorhaben allerdings, das immerhin 173 Millionen Euro umfasst. Das berichtet die Publikation der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf einen vorliegenden vertraulichen Bericht. Das Problem: Trotz weiterer Notebooks sei das Ziel des mobilen Arbeitens damit keineswegs erreicht, denn das abgeschottete Intranet der Bundeswehr sei für so viele Zugriffe nicht ausgelegt.

Die Kritik des Rechnungshofes sei ein Grund dafür, dass die Bundesregierung eine 25-Millionen-Vorlage des Bundesverteidigungsministeriums (Bmvg) noch einmal genauer hinterfrage und laut dem Spiegel von der Tagesordnung in aktuellen Sitzungen gestrichen habe. Insgesamt sollte der IT-Dienstleister BWI 61.000 Laptops einkaufen. Das Intranet der Bundeswehr sei für etwa 12.000 Verbindungen gleichzeitig ausgelegt. Diese werden zu Sicherheitszwecken über einen Fernzugriff sichergestellt – per VPN. Ein Partner der BWI ist beispielsweise Genua, welches die Genucard(öffnet im neuen Fenster) als Hardware-Authentifizierungstoken für Notebooks der Bundeswehr entwickelt. Die Zahl der gleichzeitig verfügbaren VPNs werde sich mit dem von Ex-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen angestoßenen Plan wohl nicht ändern.

Ambitionierte Pläne bis 2023

"Auch wenn das Ministerium mit seinem Ansatz eigentlich die Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr steigern will, kann die Mangelwirtschaft das Gegenteil bewirken", zitiert der Spiegel den Bericht. Diese Mangelwirtschaft entstehe durch den Flaschenhals des Intranets, welches mit einem zusätzlichen Aufwand präzise koordiniert werden müsse.

Der Rechnungshof hält zudem die Zukunftspläne des Verteidigungsministeriums für unrealistisch. Ziel sei es, bis 2023 240.000 mobile Arbeitsplätze zu schaffen, wobei laut dem Rechnungshof dafür wohl keine Gründe angebracht wurden. "Die Bundeswehr ist offenbar völlig konzeptlos, wenn es darum geht, die IT-Ausstattung der Truppe zu modernisieren", Sagt Tobias Lindner von den Grünen. Derzeit arbeiten etwa 182.000 aktive Soldaten in den sechs Teilzweigen der Bundeswehr. Dazu kommen aber noch 82.000 zivile Mitarbeiter. Das Budget der Truppe soll 2019 bei 43,2 Milliarden Euro liegen.


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