• IT-Karriere:
  • Services:

Bundesregierung: Rechnungshof kritisiert Laptop-Kauf für Bundeswehr

Laut dem Magazin des Spiegel hat der Bundesrechnungshof nicht viele gute Worte für ein 170-Millionen-Euro-Projekt des Verteidigungsministeriums übrig. Durch die Anschaffung Tausender Laptops sei das mobile Arbeiten noch lange nicht gesichert. Der Grund: das limitierte Intranet der Bundeswehr.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Bundeswehr will weitere Laptops einkaufen.
Die Bundeswehr will weitere Laptops einkaufen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Eigentlich soll die Bundeswehr künftig Soldaten mit einigen Tausend neuen Notebooks ausstatten. Der Bundesrechnungshof kritisiert das Vorhaben allerdings, das immerhin 173 Millionen Euro umfasst. Das berichtet die Publikation der Spiegel mit Bezug auf einen vorliegenden vertraulichen Bericht. Das Problem: Trotz weiterer Notebooks sei das Ziel des mobilen Arbeitens damit keineswegs erreicht, denn das abgeschottete Intranet der Bundeswehr sei für so viele Zugriffe nicht ausgelegt.

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Braunschweig
  2. operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Braunschweig, Hannover

Die Kritik des Rechnungshofes sei ein Grund dafür, dass die Bundesregierung eine 25-Millionen-Vorlage des Bundesverteidigungsministeriums (Bmvg) noch einmal genauer hinterfrage und laut dem Spiegel von der Tagesordnung in aktuellen Sitzungen gestrichen habe. Insgesamt sollte der IT-Dienstleister BWI 61.000 Laptops einkaufen. Das Intranet der Bundeswehr sei für etwa 12.000 Verbindungen gleichzeitig ausgelegt. Diese werden zu Sicherheitszwecken über einen Fernzugriff sichergestellt - per VPN. Ein Partner der BWI ist beispielsweise Genua, welches die Genucard als Hardware-Authentifizierungstoken für Notebooks der Bundeswehr entwickelt. Die Zahl der gleichzeitig verfügbaren VPNs werde sich mit dem von Ex-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen angestoßenen Plan wohl nicht ändern.

Ambitionierte Pläne bis 2023

"Auch wenn das Ministerium mit seinem Ansatz eigentlich die Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr steigern will, kann die Mangelwirtschaft das Gegenteil bewirken", zitiert der Spiegel den Bericht. Diese Mangelwirtschaft entstehe durch den Flaschenhals des Intranets, welches mit einem zusätzlichen Aufwand präzise koordiniert werden müsse.

Der Rechnungshof hält zudem die Zukunftspläne des Verteidigungsministeriums für unrealistisch. Ziel sei es, bis 2023 240.000 mobile Arbeitsplätze zu schaffen, wobei laut dem Rechnungshof dafür wohl keine Gründe angebracht wurden. "Die Bundeswehr ist offenbar völlig konzeptlos, wenn es darum geht, die IT-Ausstattung der Truppe zu modernisieren", Sagt Tobias Lindner von den Grünen. Derzeit arbeiten etwa 182.000 aktive Soldaten in den sechs Teilzweigen der Bundeswehr. Dazu kommen aber noch 82.000 zivile Mitarbeiter. Das Budget der Truppe soll 2019 bei 43,2 Milliarden Euro liegen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 159,90€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. HP Pavilion 32 Zoll Monitor für 229,00€, Steelseries Arctis Pro wireless Headset für 279...
  3. ab 62,99€
  4. (aktuell u. a. HyperX Alloy Elite RGB Tastatur für 109,90€, Netgear EX7700 Nighthawk X6 Repeater)

heikom36 08. Nov 2019 / Themenstart

Was hat denn der IP-Bereich mit der Anzahl der Verbindungen zu tun?

heikom36 08. Nov 2019 / Themenstart

Die Wehrpflicht wurde 2011 abgeschafft - ich habe die Datenbank so um 2005-2007...

Aki-San 07. Nov 2019 / Themenstart

Ist doch überall bei der BW so. Es wird dort angeschafft wo kein Bedarf ist, und dort wo...

Frostwind 06. Nov 2019 / Themenstart

Womöglich benötigt man auch noch mehrere TCP-Verbindungen, je nachdem, welches Protokoll...

deadjoe 06. Nov 2019 / Themenstart

Quatsch, bis dahin haben wir das Land so runtergewirtschaftet das wir nur noch 20...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Apples Airpods 2 und Samsungs Galaxy Buds im Test

Wir haben die neuen Airpods von Apple mit den Galaxy Buds von Samsung verglichen. Beim Klang schneiden die Airpods 2 wieder sehr gut ab. Es bleibt der Nachteil, dass Android-Nutzer die Airpods nur eingeschränkt nutzen können. Umgekehrt können iPhone-Nutzer die Galaxy Buds nur mit Beschränkungen verwenden. Die Galaxy Buds haben eine ungewöhnlich lange Akkulaufzeit.

Apples Airpods 2 und Samsungs Galaxy Buds im Test Video aufrufen
Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

Need for Speed Heat im Test: Temporausch bei Tag und Nacht
Need for Speed Heat im Test
Temporausch bei Tag und Nacht

Extrem schnelle Verfolgungsjagden, eine offene Welt und viel Abwechslung dank Tag- und Nachtmodus: Mit dem Arcade-Rennspiel Heat hat Electronic Arts das beste Need for Speed seit langem veröffentlicht. Und das sogar ohne Mikrotransaktionen!
Von Peter Steinlechner

  1. Electronic Arts Need for Speed Heat saust durch Miami

Definitive Editon angespielt: Das Age of Empires 2 für Könige
Definitive Editon angespielt
Das Age of Empires 2 für Könige

Die 27 Einzelspielerkampagnen sollen für rund 200 Stunden Beschäftigung sorgen, dazu kommen Verbesserungen bei der Grafik und Bedienung sowie eine von Grund auf neu programmierte Gegner- oder Begleit-KI: Die Definitive Edition von Age of Empires 2 ist erhältlich.

  1. Microsoft Age of Empires 4 schickt Spieler ins Mittelalter

    •  /