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Bundesregierung: Bahn-Digitalisierung soll 34 Milliarden Euro kosten

Die Digitalisierung der Schienen und Züge der Deutschen Bahn soll 34 Milliarden Euro kosten. Die Grünen wollen dies aus der Lkw-Maut finanzieren.
/ Andreas Donath
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Berliner Hauptbahnhof (Bild: Andreas Donath)
Berliner Hauptbahnhof Bild: Andreas Donath

Die Bundesregierung erwartet für die Digitalisierung aller Schieneninfrastrukturen sowie allen rollenden Materials bis zum Jahr 2040 Kosten in Höhe von mindestens 32 Milliarden Euro. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)(öffnet im neuen Fenster) .

Darüber hinaus müssten für die europaweite Einführung des Digitalen Automatischen Kupplungssystems (DAK) für den Schienengüterverkehr bis 2030 weitere zwei Milliarden Euro ausgeben werden. Das DAK ist ein geplantes System, bei dem neben der mechanischen Verbindung die Luftleitung für die Bremse sowie eine Strom- und Datenbusleitung automatisch kuppeln. Eine ausführliche Betrachtung ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) zum Thema DAK liefert der Schlussbericht eines Konzeptes für das Bundesverkehrsministeriums.

Die Kostenschätzung für die Digitalisierung des gesamten Schienennetzes und des rollenden Materials stammt aus einem Bericht des Bundesverkehrsministeriums an den Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler, der dem RND vorliegt.

Beim Finanzbedarf für die digitale Bahninfrastruktur mit dem Europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS, digitalen Stellwerken und der notwendigen Ertüchtigung des GSM-R-Sprachfunks entfallen laut Ministerium rund 28 Milliarden Euro auf die Infrastruktur und etwa vier Milliarden Euro auf die Triebfahrzeuge. Unklar ist bislang die Finanzierung der Pläne über das Jahr 2030 hinaus.

Kindler schlägt vor, die Digitalisierung der Bahn aus Mitteln der Lkw-Maut, aus Krediten und aus dem Haushalt zu finanzieren. Die Grünen wollten nach der Bundestagswahl im Fall einer Regierungsbeteiligung die Verteilung der Lkw-Mautmittel neu regeln, sagte der Haushaltsexperte.


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