Abo
  • IT-Karriere:

Bundesregierung: 5G-Frequenzen nur bei flächendeckendem Ausbau

Einen schnellen Ausbau des Supernetzes 5G durch beschleunigte Frequenzvergabe will die Bundesregierung. Doch dafür sollen die Betreiber ein flächendeckendes Netz bieten, was diese nicht wollen.

Artikel veröffentlicht am ,
5G kommt.
5G kommt. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Bundesregierung will, dass die Mobilfunkbetreiber schon bald die Frequenzen für das Supernetz 5G ersteigern und sich dabei verpflichten, das Netz flächendeckend auszubauen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Überlegungen zum Vergabeverfahren, die an diesem Montag auf Ebene von Bund und Ländern gemeinsam beraten werden. Der neue Unionsfraktionsvize Ulrich Lange (CSU) will laut Handelsblatt keine Erlösmaximierung bei Versteigerungen, sondern strenge Auflagen, um zum Netzausbau in der Fläche zu verpflichten.

Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck

Die Unionsfraktion tritt demnach dafür ein, dass schnell ein flächendeckendes 5G-Netz aufgebaut wird, auch wenn der Standard noch nicht abschließend feststeht. Das ist technisch möglich, da die Spezifikationen für die Hardware weitgehend festgeschrieben sind und Anpassungen durch die Standardisierung durch Softwareupdates erfolgen können. So spricht man bei den Frequenzen von unter 6 GHz, im sogenannten 5G Pionierband, bei 3,4 bis 3,8 GHz von Trägerbandbreiten bis zu 100 MHz pro Träger und bei den Frequenzen oberhalb 6 GHz, also beispielsweise bei 26 GHz, von Trägerbandbreiten bis zu 1 GHz und darüber. Diese erweiterten Frequenzbereiche sind eine wesentliche Grundlage dafür, die in der ITU-5G-Definition angestrebten Leistungen zu erreichen, also beispielsweise die Datengeschwindigkeit von 10 GBit/s unter idealen Bedingungen im Downlink.

Bundesnetzagentur vertritt Netzbetreiberinteressen

Die Bundesnetzagentur mahnt dagegen "Angemessenheit und wirtschaftliche Zumutbarkeit" für die Netzbetreiber an. Eine Universaldienstverpflichtung sei unangemessen. Der Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges erwartet für den 5G-Aufbau hohe Ausgaben. "Die Bereitstellung von 5G wird sehr teuer. In ganz Europa kostet der Ausbau 300 bis 500 Milliarden Euro", sagte Höttges im Februar.

Der Geschäftsführer beim Branchenverband VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), Jürgen Grützner, warnte laut Handelsblatt, es gebe keinen Zusammenhang, dass Anbieter weniger böten, nur weil die Auflagen höher seien. "Die Unternehmen benötigen die Frequenzen aus strategischen Gründen", sagte er. Wäre ein flächendeckender Ausbau vorgeschrieben, müssten sie massiv investieren, weil das 5G-Netz mehr Antennen benötigt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

jacki 14. Mär 2018

Hm ne. Die Verarbeitung der Kamera und Raderdaten schon, aber was ist mit HERE HD Live...

FreiGeistler 13. Mär 2018

Joah, und bei Gewitter sind schon die Höhlenmenschen reihenweise umgekippt, weil da sehr...

DerDy 13. Mär 2018

Für 5G braucht es ein leistungsfähiges Glasfasernetz und das muss es auch noch bundesweit...

Prokopfverbrauch 12. Mär 2018

Ich bezweifle dass das mobile Netz den Festnetzanschluss flächendeckend ersetzen wird...

bplhkp 12. Mär 2018

Hier soll nur der eine Lizenz bekommen, der landesweit ausbaut. Ohne Investitionen auf...


Folgen Sie uns
       


NXP Autoschlüssel erklärt

VW hat ein Konzeptauto mit einem Schließsystem ausgestattet, das vor Hackerangriffen sicher sein soll. Das Video stellt das System vor.

NXP Autoschlüssel erklärt Video aufrufen
Elektrautos auf der IAA: Die Gezeigtwagen-Messe
Elektrautos auf der IAA
Die Gezeigtwagen-Messe

IAA 2019 Viele klassische Hersteller fehlen bei der IAA oder zeigen Autos, die man längst gesehen hat. Bei den Elektroautos bekommen alltagstaugliche Modelle wie VW ID.3, Opel Corsa E und Honda E viel Aufmerksamkeit.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  2. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich
  3. ID Charger VW bringt günstige Wallbox auf den Markt

Galaxy Fold im Hands on: Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet
Galaxy Fold im Hands on
Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet

Ifa 2019 Samsungs Überarbeitungen beim Galaxy Fold haben sich gelohnt: Das Gelenk wirkt stabil und dicht, die Schutzfolie ist gut in den Rahmen eingearbeitet. Im ersten Test von Golem.de haben wir trotz aller guten Eindrücke Bedenken hinsichtlich der Kratzempfindlichkeit des Displays.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orbi AX6000 Netgears Wi-Fi-6-Mesh-System ist teuer
  2. Motorola Tech 3 Bluetooth-Hörstöpsel sind auch mit Kabel nutzbar
  3. Wegen US-Sanktionen Huawei bringt Mate 30 ohne Play Store und Google Maps

TVs, Konsolen und HDMI 2.1: Wann wir mit 8K rechnen können
TVs, Konsolen und HDMI 2.1
Wann wir mit 8K rechnen können

Ifa 2019 Die Ifa 2019 ist bezüglich 8K nüchtern. Wird die hohe Auflösung wie 4K fast eine Dekade lang eine Nische bleiben? Oder bringen kommende Spielekonsolen und Anschlussstandards die Auflösung schneller als gedacht?
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Kameras und Fernseher Ein 120-Zoll-TV mit 8K reicht Sharp nicht
  2. Sony ZG9 Erste 8K-Fernseher werden bald verkauft
  3. 8K Sharp schließt sich dem Micro-Four-Thirds-System an

    •  /