Abo
  • Services:

Bundesrechtsanwaltskammer: BeA bleibt vorerst offline

Nachdem Golem.de über Schwachstellen im besonderen elektronischen Anwaltspostfach berichtet hat, bleibt das System vorerst offline. In einer Mitteilung räumt die Bundesrechtsanwaltskammer Sicherheitslücken ein.

Artikel von Hanno Böck veröffentlicht am
Die Bundesrechtsanwaltskammer räumt ein, dass bei der Software für das besondere elektronische Anwaltspostfach Sicherheitsprobleme bestehen.
Die Bundesrechtsanwaltskammer räumt ein, dass bei der Software für das besondere elektronische Anwaltspostfach Sicherheitsprobleme bestehen. (Bild: Bundesrechtsanwaltskammer)

Die Bundesrechtsanwaltskammer wird das besondere elektronische Anwaltspostfach (BeA) vorerst nicht wieder online nehmen. Das teilte die Kammer auf ihrer Webseite mit. Was das für Rechtsanwälte bedeutet, ist unklar - denn eigentlich sind diese verpflichtet, ab 1. Januar 2018 Nachrichten über das Anwaltspostfach zu empfangen.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Abstatt
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Golem.de hatte am Samstag vor Heiligabend aufgedeckt, dass ein Zertifikat, das sich Nutzer des Systems installieren sollten, ein gravierendes Sicherheitsrisiko darstellt. Weil das Zertifikat die Ausstellung von Unterzertifikaten erlaubt und der private Schlüssel Teil der Software ist, kann ein Angreifer damit nach Belieben Man-in-the-Middle-Angriffe auf HTTPS-Verbindungen der Nutzer durchführen.

Erst sicheren Zugang gewährleisten

"Es handelt sich um ein Zugangs- beziehungsweise Verbindungsproblem, das der Technologieentwickler des BeA-Systems trotz intensiver Arbeiten bislang nicht gelöst hat", schreibt die Bundesrechtsanwaltskammer (Brak) dazu. Die Kammer "wird daher das BeA-System erst wieder bereitstellen, wenn der technologische Dienstleister die Störungen vollständig behoben und einen sicheren Zugang gewährleistet hat."

Weiterhin heißt es: "Allen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, die entsprechend der ursprünglichen Empfehlung vom 22.12.2017 das ersatzweise bereitgestellte Sicherheitszertifikat installierten, rät die Brak dringend zur Deinstallation, um sich aus dem Zertifikat möglicherweise ergebende Sicherheitsrisiken für die individuelle PC-Umgebung auszuschließen." Das hatte Golem.de bereits am Samstag empfohlen. Nach wie vor können betroffene Nutzer mittels unseres Online-Checks prüfen, ob sie das Zertifikat noch installiert haben.

Wir hatten die Bundesrechtsanwaltskammer bereits am Samstag um eine Stellungnahme gebeten. Bisher hat sich die Kammer nicht bei Golem.de gemeldet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 219,00€ im PCGH-Preisvergleich
  2. Für 150€ kaufen und 75€ sparen
  3. (heute u. a. Aerocool P7-C1 Pro 99,90€, Asus ROG-Notebook 949,00€, Logitech G903 Maus 104,90€)

c.adori43 31. Dez 2017

Ich fürchte, es war bereits der entscheidende Fehler vom Gesetzgeber, die...

MIKOLA 29. Dez 2017

Ja, das ist der Knaller, bzw. das war eine Ankündigung des ganzen Desasters: Der beA...

MIKOLA 29. Dez 2017

Auch Papierakten können geraubt, verbrannt oder in der Öffentlichkeit verbreitet...

ternot 28. Dez 2017

Wer hat den Sachverhalt der Staatsanwaltschaft schon mitgeteilt?

johnripper 27. Dez 2017

Mit einem "einfachen" Artikel mal eben deren System gesprengt und sehr vielen Leuten sehr...


Folgen Sie uns
       


Dragon Quest 11 - Test

Der 11. der Teil der Dragon-Quest-Reihe bleibt bei den Wurzeln der über 30 Jahre alten Serie und macht damit fast alles richtig.

Dragon Quest 11 - Test Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Bundesnetzagentur Regierung will gemeinsames 5G-Netz auf dem Land durchsetzen
  2. Mobilfunk Telekom will 5G-Infrastruktur mit anderen gemeinsam nutzen
  3. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

    •  /