Bundesrechnungshof: Behörden gaben für eigene Apps Millionen Euro aus

Bundesbehörden haben mehrere Millionen Euro für eigene Apps ausgegeben. Der Bundesrechnungshof will diese abschalten lassen, wenn der Betrieb weitere Kosten verursacht.

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Gebäude des Bundesrechnungshofs
Gebäude des Bundesrechnungshofs (Bild: Bundesrechnungshof)

Mehrere Bundesbehörden haben für eigene App-Angebote insgesamt 4,9 Millionen Euro ausgegeben, ohne nachzuweisen, dass die mobilen Applikationen notwendig und wirtschaftlich waren. Das gab der Bundesrechnungshof bekannt. Die Bundesbehörden ließen demnach die Apps für 2,3 Millionen Euro entwickeln. Weitere 2,6 Millionen Euro wurden für Betrieb und Werbung ausgegeben.

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Zudem sei die Vergabe nicht transparent erfolgt. Wenn die Behörden auch nachträglich nicht den Bedarf für die Apps und deren Wirtschaftlichkeit nachweisen könnten, müssten die Anwendungen abgeschaltet werden. Ein Weiterbetrieb sei nur vertretbar, wenn keine weiteren Ausgaben verursacht würden, heißt es in dem Bericht.

Der Bundesrechnungshof prüfte in den Jahren 2016 bis 2018 die Beschaffung von 18 Apps bei sechs Bundesbehörden. Mit den Anwendungen wollten Behörden meist über Sachthemen informieren, etwa mit der App Waldfibel über die deutschen Wälder, der App Wissen wappnet über Verbraucherrechte und mit dem Behördenwegweiser über Formalitäten zu Unternehmensgründungen. Die App Einfach Erfasst diente zur elektronischen Arbeitszeitenkontrolle von Beschäftigten. "Bei einer App kostete allein die Werbung den Bund 6,28 Euro je Download, gemessen an den tatsächlichen Downloadzahlen bis zum Ende der Kampagne", erklärte der Bundesrechnungshof. Die Behörden verfügten bereits über eine inhaltsgleiche Webversion, die auch für Mobiltelefone und Tablets geeignet sei. Neben der App für die elektronische Erfassung von Arbeitszeiten habe die Behörde auf ihrer Webseite einen "digitalen Stundenzettel" angeboten, der die gleiche Funktion erfüllte.

Das Bundesinnenministerium erklärte gemeinsam mit beteiligten Behörden, solche Software habe einen hohen Mehrwert bei gleichzeitig hohem Komfort für die Nutzer. "Ein Nice-to-have rechtfertigt aber keine Ausgaben zulasten des Bundeshaushalts", betonte der Bundesrechnungshof.

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