Abo
  • IT-Karriere:

Bundesrat: SPD-Länder wollen Flächendeckung für 5G durchsetzen

Im Bundesrat wollen SPD-regierte Bundesländer versuchen, höhere Auflagen für 5G durchzusetzen. Der Chef der Bundesnetzagentur hatte betont, dass die Frequenzen, die jetzt versteigert werden, sehr kurze Reichweiten haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Auf einem Haus werden die neuen Heptaband-Antennen montiert.
Auf einem Haus werden die neuen Heptaband-Antennen montiert. (Bild: Deutsche Telekom)

Mehrere SPD-geführte Bundesländer verlangen umfangreiche Nachbesserungen bei der geplanten Versteigerung der 5G-Frequenzen, darunter Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz. "Wir brauchen eine hundertprozentige Versorgung mit Mobilfunk überall in Deutschland", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) der Rheinischen Post. Ihre Landesregierung bringt an diesem Freitag einen entsprechenden Entschließungsantrag im Bundesrat ein.

Stellenmarkt
  1. BASF SE, Ludwigshafen am Rhein
  2. Deutsche Forschungsgemeinschaft e. V., Bonn

Darin heißt es etwa: "Wo ein Flächenbezug mit marktwirtschaftlichen Mitteln nicht zu erreichen ist, muss der Staat gegensteuern." Schwesig verlangt vom Bund, die Auflagen an die Unternehmen so zu ändern, dass sie nicht wie bisher über 90 Prozent der Haushalte, sondern 100 Prozent der Fläche abdecken müssen.

Der Bund solle "alle gesetzlichen und finanziellen Aktivitäten" prüfen. Schwesig erwägt auch die Aussetzung der geplanten Frequenzversteigerung. "Doch, wir brauchen an jeder Milchkanne 5G. Sonst wird es nämlich auf Dauer so bleiben, dass es in bestimmten Regionen gar keinen Empfang gibt", sagte Schwesig. Rheinland-Pfalz sieht in einem weiteren Antrag mehr Sanktionsmöglichkeiten für die Bundesnetzagentur und ein Förderprogramm des Bundes.

Mobilfunkanbieter auch zum Roaming verpflichten

"Als Ministerpräsidentin eines Flächenlandes ist es mir wichtig, gleichwertige Lebensbedingungen in der Stadt wie auf dem Land zu ermöglichen", sagte Regierungschefin Malu Dreyer (SPD). Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) unterstütze die Anträge und zeigte sich offen für härtere Auflagen gegen die Unternehmen: "Notfalls müssen Mobilfunkanbieter auch zum Roaming verpflichtet werden", sagte Woidke.

Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur, hatte auf der Breko-Jahrestagung Ende November 2018 betont: "Was jetzt versteigert wird, hat sehr kurze Reichweiten." Weitere Vergaben würden folgen. Die Diskussion über Flächendeckung sei nach den Worten von Homann "physikalisch fehlgeleitet. Die Reichweite liegt bei ein paar Hundert Metern, vielleicht bei einem Kilometer." Flächendeckung würde hier sehr viele neue Funkstationen im hohen Hunderttausender Bereich erfordern, und das für jeden Netzbetreiber.

Möglich erscheint jedoch ein flächendeckender Ausbau von LTE, auch als Grundlage für 5G.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-80%) 6,99€
  2. 54,99€
  3. 4,99€
  4. (-90%) 5,99€

Anonymer Nutzer 19. Feb 2019

Du willst eine unbedenklichkeitserklärung für... Und sowas wirst du nicht bekommen...

Handle 18. Feb 2019

Warum sollten sie das auch? Derzeitiger Stand der Wissenschaft ist, dass die...

Faksimile 17. Feb 2019

Man mus ja endlich mal von den verdammten Flatrates herunter kommen. Der Kunde muss...

senf.dazu 17. Feb 2019

Wenn die wenigen paar Mrd wie im Koalitionsvertrag wohl abgesprochen dann in's...

Anonymer Nutzer 15. Feb 2019

Nicht nur Politiker haben keine Ahnung. 5G beinhaltet auch niedrige Frequenzen. Genau...


Folgen Sie uns
       


Asus Zephyrus G GA502 - Test

Sparsamer Sprinter mit dunklem Display: das Zephyrus G GA502 im Test.

Asus Zephyrus G GA502 - Test Video aufrufen
Party like it's 1999: Die 510 letzten Tage von Sega
Party like it's 1999
Die 510 letzten Tage von Sega

Golem retro_ Am 9.9.1999 kam in den USA mit der Sega Dreamcast die letzte Spielkonsole der 90er Jahre auf den Markt. Es sollte auch die letzte Spielkonsole von Sega werden. Aber das wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
Von Martin Wolf


    Galaxy Fold im Hands on: Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet
    Galaxy Fold im Hands on
    Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet

    Ifa 2019 Samsungs Überarbeitungen beim Galaxy Fold haben sich gelohnt: Das Gelenk wirkt stabil und dicht, die Schutzfolie ist gut in den Rahmen eingearbeitet. Im ersten Test von Golem.de haben wir trotz aller guten Eindrücke Bedenken hinsichtlich der Kratzempfindlichkeit des Displays.
    Ein Hands on von Tobias Költzsch

    1. Orbi AX6000 Netgears Wi-Fi-6-Mesh-System ist teuer
    2. Motorola Tech 3 Bluetooth-Hörstöpsel sind auch mit Kabel nutzbar
    3. Wegen US-Sanktionen Huawei bringt Mate 30 ohne Play Store und Google Maps

    E-Auto: Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte
    E-Auto
    Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte

    IAA 2019 Die Premiere von Byton in Frankfurt ist überraschend. Da der M-Byte im kommenden Jahr in China startet, ist die Vorstellung des produktionsreifen Elektroautos in Deutschland etwas Besonderes.
    Ein Bericht von Dirk Kunde


        •  /