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Bundesnetzagentur: Weniger Nutzer erreichen zugesagte Datenübertragungsrate

Weil etwas mehr Internetnutzer nun zumindest die Hälfte der versprochenen Datenrate erhalten, wird die Bundesnetzagentur doch keine verbindliche Festschreibung für die Provider erlassen. Am besten sieht es im TV-Kabelnetz aus.
/ Achim Sawall
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Bild: Kacper Pempel/Reuters

Laut der bundesweiten Messkampagne (PDF)(öffnet im neuen Fenster) der Bundesnetzagentur erreichen gut 75 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der versprochenen maximalen Datenrate. Bei der vorangegangenen Messung waren es knapp 70 Prozent. Der Anteil der Benutzer, die die volle vermarktete Datenrate oder mehr erreichten, nahm mit 15,9 Prozent 2013 gegenüber 19,5 im Jahr zuvor leicht ab.

Dennoch wird die Behörde nicht, wie zuvor in Aussicht gestellt und im Telekommunikationsgesetz vorgesehen, die "Mindestanforderungen an die Dienstequalität auch verbindlich festlegen" , sondern nur das Messsystem ausweiten. "Wir erkennen an den aktuellen Ergebnissen, dass unsere bisherigen Transparenzmaßnahmen bereits für erste Verbesserungen gesorgt haben" , erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Zwar wird die in Aussicht gestellte 'bis zu'-Datenübertragungsrate weiterhin oft nicht erreicht, viele Werte haben sich aber leicht verbessert. So erreichen nun gut 75 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Zuvor waren es knapp 70 Prozent."

TV-Kabelnetz kann Zusagen am besten einhalten

Die Messergebnisse für die stationären Anschlüsse mit DSL, Kabel und LTE zeigen, dass die geringsten Abweichungen von der vermarkteten Download-Datenübertragungsrate bei Kabelanschlüssen auftraten.

Bei der Messkampagne konnten Nutzer über die Internetseite "Initiative Netzqualität" kontrollieren, wie die von ihren Anbietern in Aussicht gestellte und die tatsächliche Datenübertragungsrate voneinander abweichen. Eine solche Studie hatte die Behörde bereits im April 2013 vorgelegt.

"Mit über 150.000 Endkundenmessungen war die Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer wieder erfreulich hoch" , sagte Homann. Parallel zum vorliegenden Entwurf einer Transparenzverordnung soll nun ein ständig nutzbares Endkundenmesssystem eingeführt werden, das für Fest- und Mobilfunkanschlüsse nutzbar sein soll. "Unser Ziel ist ein aussagekräftiges und belastbares Endkundenmesstool" , so Homann. Faktoren, die durch den Kunden und nicht vom Netzbetreiber kontrolliert werden, sollen so weit wie möglich berücksichtigt werden.


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