Bundesnetzagentur: Vodafone hätte schlechtere Breitbandmessung erwartet

Bei Vodafone nahm die Datennutzung um 30 Prozent zu. Doch der Kabelnetzbetreiber steht in der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur ganz gut da.

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Bei den hohen Datenklassen kommt viel an.
Bei den hohen Datenklassen kommt viel an. (Bild: Vodafone Deutschland)

Vodafone hatte erwartet, dass die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur (PDF) schlechter ausfällt. "Angesichts der stark steigenden Netzlast in Corona-Zeiten hätte man doch eigentlich erwartet, dass die Diskrepanz zwischen den beworbenen Maximal-Angaben der Netzbetreiber und den Messungen steigt", sagte Vodafone-Sprecher Volker Petendorf Golem.de auf Anfrage. Das sei aber nicht der Fall, sondern es habe "weitere Fortschritte und eine positive Entwicklung bei der Datenrate" gegeben.

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Nur bei 24 Prozent der Nutzer kommt die von den Netzbetreibern versprochene Datenübertragungsrate im Download auch an, gab die Bundesnetzagentur in der vergangenen Woche bekannt. Im Vorjahreszeitraum wurde das sogar bei nur 16,4 Prozent der Nutzer erreicht. Das Niveau bei mobilen Anschlüssen lag noch deutlich darunter. Nur bei 2,1 Prozent der Nutzer (2018/2019: 1,5 Prozent) wurde hier die versprochene Datenrate voll erreicht oder gar überschritten.

Homeoffice, Homeschooling und Co. sorgen laut Vodafone vor allem im Festnetz in Corona-Zeiten für eine Datenexplosion. Der Datenverkehr im Kabelnetz stieg 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent an.

"Technikspezialisten und externe Dienstleister messen alle Netzelemente permanent, um auf dieser Basis sicherzustellen, dass die vertraglich vereinbarten Bandbreiten laut AGB möglichst überall sowie zu jeder Tages- und Nachtzeit am Netzabschlusspunkt ankommen", erklärte Petendorf. "Nicht nur die beworbenen Bandbreiten von bis zu 1.000 MBit/s, sondern auch die Minimal-, Normal- und Maximalgeschwindigkeiten, die wir dem Kunden an seinem Anschluss liefern, sind Bestandteil eines jeden Vertrags."

Vodafone und Unitymedia liefern hohe Datenraten auch ab

In den höheren Bandbreiteklassen finden sich laut Bundesnetzagentur überwiegend Kabelanschlüsse und teilweise auch Glasfaseranschlüsse. "Im Tagesverlauf ist zu beobachten, dass die Abnahme der prozentualen Datenübertragungsrate aktuell in den Abendstunden deutlich geringer ausfällt als in den vorhergehenden Messperioden", heißt es in dem Bericht.

Das spricht dafür, dass das Kabelnetz weiter mit Nodesplits verbessert wurde. "Allerdings zeigt sich in der obersten Bandbreiteklasse, dass es im Tagesverlauf zu Engpasssituationen im jeweiligen Netz kommen kann. Die erreichten absoluten Datenübertragungsraten fallen hier im Tagesverlauf - wenn auch auf hohem Niveau - erkennbar ab", berichtet die Bundesnetzagentur. "Je mehr Nutzer über die Kabelinfrastruktur versorgt werden, desto geringer wird die Datenübertragungsrate sein, die dem einzelnen Nutzer verbleibt, solange die Kapazität des Netzes nicht erweitert wird."

Telefónica: Mobilfunk ist nun einmal ein Shared Medium

Telefónica-Sprecher Florian Streicher erklärte Golem.de, dass es sich bei den vertraglich in Aussicht gestellten Bandbreiten um einen technischen Maximalwert des Produkts handele, "welcher Kunden klar als 'bis zu'-Angabe dargestellt wird". Im Produktinformationsblatt stehe daher: maximal: 100 MBit/s; normalerweise zur Verfügung stehend: 83 MBit/s; minimal: 50 MBit/s. Telefónica hat kein eigenes Festnetz und verkauft Zugänge der Deutschen Telekom und Vodafone weiter.

Im Mobilfunkbereich zeigten die Messergebnisse die Realität eines Shared Mediums, in dem sich die Messergebnisse der durchschnittlich erzielte Datenraten einer von Kunden gleichzeitig genutzten Versorgung zwangsläufig von den maximal verfügbaren Datenraten unterschieden, erklärte Streicher.

Die Deutsche Telekom hat die Anfrage von Golem.de zu der Breitbandmessung nicht beantwortet.

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