• IT-Karriere:
  • Services:

Bundesnetzagentur: Unerlaubte Telefonwerbung führt zu Rekord-Bußgeldern

Das Telefon klingelt: Wer rangeht, soll einen Vertrag abschließen, den Stromanbieter wechseln oder etwas kaufen. Solche Telefonwerbung ist eigentlich verboten - die Realität sieht aber anders aus.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Bundesnetzagentur verhängt Bußgelder in Höhe von 1,3 Millionen Euro.
Bundesnetzagentur verhängt Bußgelder in Höhe von 1,3 Millionen Euro. (Bild: Pixabay/CC0 1.0)

Der Ärger über unerwünschte Werbeanrufe hat im vergangenen Jahr in Deutschland etwas abgenommen - weiterhin hat es aber Zehntausende Beschwerden gegeben. Insgesamt seien 57.648 schriftliche Beschwerden eingegangen, meldete die Bundesnetzagentur in einem Bericht an ihren Beirat. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
  2. SV Informatik GmbH, Stuttgart, Löwentorstraße 65

Damit lag die Zahl der Beschwerden etwas unter dem Vorjahresstand von 62.000, ist aber dem Bericht zufolge trotzdem der zweithöchste Stand jemals und "weiterhin ein massives Problem". Die abgemahnten Unternehmen würden sich für ihre Telefonkampagnen auf "Einwilligungsdaten stützen, die unzutreffend, veraltet oder sogar gefälscht" seien.

Telefonwerbung unterliegt in Deutschland strengen Regeln. Niemand darf zu Werbezwecken angerufen werden, ohne dass er vorher ausdrücklich zugestimmt hat. Wer sich nicht daran hält und erwischt wird, muss mit harten Strafen rechnen. Insgesamt verhängte die Bundesnetzagentur im Jahr 2019 Bußgelder von 1,3 Millionen Euro - im Gegensatz zu den Beschwerden ist diese Zahl gestiegen, im Jahr 2018 lag die Menge der Bußgelder bei 1,1 Millionen Euro.

Hohe Bußgelder gegen Sky und Innogy

Eine besonders hohe Strafe verhängte die Netzagentur mit 250.000 Euro gegen Sky Deutschland. Der Pay-TV-Anbieter war bereits zuvor mehrmals von der Behörde abgestraft worden und hatte trotzdem weiterhin unerlaubt Verbraucher angerufen, ohne die nötigen Einwilligungen dafür zu haben. Sky hat gegen das Bußgeld mittlerweile Berufung eingelegt, wie eine Sprecherin mitteilte.

Die höchste Geldbuße richtete sich im vergangenen Jahr mit 275.000 Euro gegen den Energie-Anbieter Innogy, wie die Bundesnetzagentur einem Branchendienst bestätigte. Das Unternehmen soll ein undurchsichtiges Vertriebssystem aus verschiedenen Call-Centern beauftragt haben, um "in hartnäckiger und aggressiver Weise" Stromverträge zu verkaufen.

Das Unternehmen verwies darauf, dass die beanstandeten Fälle von 2015 bis Anfang 2018 stammten und man das Vertriebssystem längst umgestellt habe. Man prüfe ebenfalls, ob man Einspruch gegen das Bußgeld einlegen werde, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a.Transcend ESD230C 960 GB SSD für 132,90€)
  2. (u. a. LG OLED55E97LA für 1.599 (inkl. 200€ Direktabzug, versandkostenfrei), Samsung...
  3. 18,00€ (bei ubi.com)
  4. 30,00€ (bei ubi.com)

Clown 16. Jan 2020 / Themenstart

Gilt das auch für unerwünschte Recruiter-Anrufe? Ich hab hier so nen sehr nervigen...

Hotohori 15. Jan 2020 / Themenstart

Ist halt immer das dumme bei so etwas, den Ärger kriegt immer der Telefonmitarbeiter ab...

TrollNo1 15. Jan 2020 / Themenstart

Tja, dann musst du aber eben eine Stunde warten. Das Festnetz Telefon habe ich nie auf...

ZeldaFreak 15. Jan 2020 / Themenstart

Du hast es nicht verstanden. Die Betrüger angeln sich irgendwelche Arbeitslosen von der...

TrollNo1 15. Jan 2020 / Themenstart

Am besten die Strafe immer verdoppeln und den Zeitraum bis zum nächsten Prüfen/Abstrafen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Pocketalk Übersetzer - Test

Mit dem Pocketalk können wir gesprochene Sätze in eine andere Sprache übersetzen lassen. Im Test funktioniert das gut, allerdings macht Pocketalk auch nicht viel mehr als gängige und kostenlose Übersetzungs-Apps.

Pocketalk Übersetzer - Test Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Abenteuer zwischen Horror und Humor
Indiegames-Rundschau
Abenteuer zwischen Horror und Humor

Außerdische reagieren im Strategiespiel Phoenix Point gezielt auf unsere Taktiken, GTFO lässt uns schleichen und das dezent an Portal erinnernde Superliminal schmunzeln: Golem.de stellt die besten aktuellen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Der letzte Kampf des alten Cops
  2. Indiegames-Rundschau Killer trifft Gans
  3. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln

30 Jahre Champions of Krynn: Rückkehr ins Reich der Drachen und Drakonier
30 Jahre Champions of Krynn
Rückkehr ins Reich der Drachen und Drakonier

Champions of Krynn ist das dritte AD&D-Rollenspiel von SSI, es zählt zu den Highlights der Gold-Box-Serie. Passend zum 30. Geburtstag hat sich unser Autor den Klassiker noch einmal angeschaut - und nicht nur mit Drachen, sondern auch mit dem alten Kopierschutz gekämpft.
Ein Erfahrungsbericht von Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Dungeons & Dragons Dark Alliance schickt Dunkelelf Drizzt nach Icewind Dale

Digitalisierung: Aber das Faxgerät muss bleiben!
Digitalisierung
Aber das Faxgerät muss bleiben!

"Auf digitale Prozesse umstellen" ist leicht gesagt, aber in vielen Firmen ein komplexes Unterfangen. Viele Mitarbeiter und Chefs lieben ihre analogen Arbeitsmethoden und fürchten Veränderungen. Andere wiederum digitalisieren ohne Sinn und Verstand und blasen ihre Prozesse unnötig auf.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  2. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"
  3. Digitalisierungs-Tarifvertrag Regelungen für Erreichbarkeit, Homeoffice und KI kommen

    •  /