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Bundesnetzagentur: Telekom nicht allein schuld an Problemen beim Wechsel

Die Bundesnetzagentur sieht alle Telekomanbieter dafür verantwortlich, wenn Wechsel von Festnetz- und Internetanschlüssen wochenlang dauern. Auch der Kunde selbst könne Probleme verursachen.

Artikel veröffentlicht am ,
Decix in Frankfurt
Decix in Frankfurt (Bild: twicepix/CC BY-SA 2.0)

Die Bundesnetzagentur hat erklärt, dass die Deutsche Telekom nicht allein schuld daran sei, wenn der Wechsel von Festnetz- und Internetanschlüssen mitunter wochenlang dauert. Behördensprecherin Anja Klammer sagte Golem.de, dass "sämtliche am Markt tätigen Unternehmen zu der Gesamtbeschwerdezahl im Bereich des Anbieterwechsels beitragen".

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Das ZDF-Magazin Frontal 21 hatte berichtet, dass von Juli 2013 bis Juni 2014 bei der Bundesnetzagentur 25.361 Beschwerden von Kunden eingegangen seien, weil der Anbieterwechsel nicht problemlos verlief. Verantwortlich für die letzte Meile ist die Telekom.

In erster Linie seien die gestiegenen Beschwerdezahlen darauf zurückzuführen, dass seit Mai 2012 der Anbieterwechselprozess vom geänderten Telekommunikationsgesetz geregelt werde. Beim Telefonanbieterwechsel muss die Umschaltung auf den neuen Anbieter innerhalb eines Kalendertages erfolgen. Kommt es zu Problemen, muss der alte Anbieter die Versorgung des Kunden weiterhin gewährleisten. Die Beschwerdezahlen seien gestiegen, weil die Bundesnetzagentur eine spezielle Beschwerdestelle eingeführt habe. "Derzeit verharren die Gesamtbeschwerdezahlen auf gleichbleibend hohem Niveau", erklärte Klammer.

Die Beschwerden bezögen sich auf den Gesamtmarkt und somit auf sämtliche am Markt tätigen rund 190 Anbieter. "Es entfällt lediglich ein Teil der Beschwerden auf die Telekom. Zusätzlich lassen die Zahlen keinerlei Aufschluss darüber zu, ob es tatsächlich zu einem Verstoß gegen die Regelungen zum Anbieterwechsel gekommen ist."

Ursache für Unterbrechungen beim TK-Anbieterwechsel sei "mangelhafte Kooperation der Anbieter", so Klammer. Es komme auch häufig vor, dass der Kunde nicht den neuen Anbieter mit der Durchführung des Wechsels und der Kündigung beim alten Anbieter beauftrage, sondern selbst kündige. "Dies führt in der Praxis allerdings nach wie vor häufig zu Problemen", sagte Klammer. Auch der Kunde selbst könne zu Problemen beim Wechselprozess beitragen.

Die Behörde hatte im Februar 2014 gegen drei große Telekommunikationsanbieter Bußgelder in Höhe von insgesamt 225.000 Euro verhängt, da diese gegen ihre Pflichten beim Anbieterwechsel verstoßen haben. Zudem wurde im Februar 2014 ein Bußgeldverfahren gegen einen weiteren großen deutschen Anbieter eingeleitet. Dieses Verfahren sei noch nicht abgeschlossen. "Die Bundesnetzagentur behält sich die Durchführung weiterer Bußgeldverfahren vor", betonte Klammer.



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Sharra 08. Aug 2014

Eben darauf wollte ich vorher hinaus. Derzeit sind die lokalen Rufnummern recht kurz...

plutoniumsulfat 08. Aug 2014

so sieht es dann aus, dass alle Anbieter ihre Kunden geradezu ermutigen, zu wechseln.

Karmageddon 08. Aug 2014

Es gibt nur zwei, die wirklich Schuld sind: Die Bundesnetzagentur und der Gesetzgeber...

RcRaCk2k 07. Aug 2014

Darum bauen wir unser eigenes Netz auf Glasfaser und Richtfunk-Basis :) Leider sind auch...

bernd71 07. Aug 2014

Wenn der Kunde das Problem sein kann ist es doch eindeutig ein Zeichen das der Proze...


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