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Bundesnetzagentur: Telekom muss Magenta-Zuhause Hybrid nicht öffnen

1&1 kann weiter kein eigenes Hybrid-Produkt im Netz der Telekom anbieten. Die Bundesnetzagentur sieht kein missbräuchliches Verhalten der Telekom, die die Technik nicht öffnet. Das könnte sich aber ändern.
/ Achim Sawall
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Speedport Hybrid (Bild: Telekom)
Speedport Hybrid Bild: Telekom

Die Bundesnetzagentur wird die Deutsche Telekom nicht zwingen, ihre Hybridtechnologie für 1&1 zugänglich zu machen. Das gab die Behörde am 23. Dezember 2015 bekannt.(öffnet im neuen Fenster) Aktuell bestehe kein missbräuchliches Verhalten bei der Vermarktung von Magenta-Zuhause-Hybrid-Produkten.

Gefordert wurde von 1&1 der freie Zugang zu einem Vorleistungsprodukt, um Endkunden eigene Produkte mit dem kompletten Leistungsumfang der Magenta-Zuhause-Hybrid-Tarife anzubieten.

Die Beschlusskammer der Bundesnetzagentur habe Belange wie Wettbewerb, Innovation und Investition sowie die Nutzerinteressen berücksichtigt und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass es keinen Grund gebe, über ein Missbrauchsverfahren einzuschreiten oder Hybrid-Produkte zu verbieten, wie 1&1 gefordert hatte.

Hohes Innovationspotential

"Die Hybrid-Produkte zeichnen sich durch ein hohes Innovationspotential aus, das die Gewährung entwicklungsbedingter Vorreitervorteile rechtfertigt. Innerhalb der nächsten 12 Monate ist derzeit keine Marktverschließung zu erwarten", erklärte die Behörde. Je nach Marktentwicklung bestehe die Möglichkeit, jederzeit einzuschreiten.

Die Telekom bietet den Speedport Hybrid-Router von Huawei seit dem 28. November 2014 an. Der Router bietet WLAN 802.11 ac mit 2,4 GHz und 5 GHz und ist abwärtskompatibel zu 802.11 a/b/g/n. Das Gerät kostet monatlich zur Miete 9,95 Euro oder einmalig rund 400 Euro. Die Hybridtechnik soll einen Festnetz- und LTE-Mobilfunkzugang bündeln und muss, damit sie funktioniert, vom Netzwerk der Telekom unterstützt werden.

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de: "Die Entscheidung der Bundesnetzagentur ist richtig (...). Es ist abenteuerlich, dass sich reine Wiederverkäufer Innovationen anderer erstreiten wollen."


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