Bundesnetzagentur: Technische Richtlinie für Cell Broadcast veröffentlicht

Die technischen Detais zum Einsatz von Cell Broadcast in Deutschland stehen nun fest. Die Warntechnik könnte noch 2022 eingesetzt werden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Der Cell Broadcast kann eingeführt werden.
Der Cell Broadcast kann eingeführt werden. (Bild: PHILIPPE HUGUEN/AFP via Getty Images)

Die Bundesnetzagentur hat den Weg für die Einführung eines Katastrophenschutzalarmsystems via Mobilfunk frei gemacht. Die Behörde veröffentlichte am Mittwoch die dazu notwendige technische Richtlinie, in der die Einzelheiten geregelt werden. Damit können zukünftig auch die Mobilfunknetze bei Katastrophen und größeren Unglücksfällen zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden.

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Der sogenannte Cell Broadcast ermöglicht es den Behörden, allen Handynutzern, die sich gerade in einem bestimmten Gebiet aufhalten, eine Warnung zu schicken. Die Warnung funktioniert nicht nur mit modernen Smartphones, sondern auch bei einfachen Handys. Die Richtlinie sieht Cell Broadcasts als "zusätzliches Warnmittel", nicht als Ersatz für Apps wie Katwarn oder NINA.

Die Richtlinie schreibt vor, dass die Netzbetreiber alle Geräte ansprechen müssen - nicht nur die Mobiltelefone ihrer eigenen Kunden. Das System funktioniert auch mit ausländischen SIM-Karten. Für die Umsetzung wird in der Richtlinie kein Termin genannt. Das Verfahren könnte jedoch nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ab Ende 2022 genutzt werden. Erste Tests sollten dieses Jahr durchgeführt werden. Grundlage bildet eine Mobilfunk-Warn-Verordnung, die im vergangenen Jahr erschienen ist.

"Mit der Veröffentlichung der Richtlinie steht einer Einführung dieses neuen Warnmittels in Deutschland nichts mehr im Wege", erklärte Jochen Homann, der Präsident der Bundesnetzagentur.

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Nach der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer war der Ruf nach einem zusätzlichen Warnmittel laut geworden. Nach Starkregen waren Mitte Juli zahlreiche Ortschaften überflutet worden. 183 Menschen starben, die meisten von ihnen in Rheinland-Pfalz. Wie sich später herausstellte, war in einigen betroffenen Gemeinden zu spät oder nicht in ausreichender Dringlichkeit vor der Katastrophe gewarnt worden. Als Reaktion darauf hatten Bund und Länder nach langer Diskussion die Einführung von Cell Broadcast im vergangenen Herbst beschlossen.

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bootstorm 24. Feb 2022

... zu warnen? Wie Fluten oder Kriege? Passiert eh nicht, braucht also kein Mensch. Eine...

jes77 23. Feb 2022

...hinter viel, viel overengineered XML steht dann: "Bitte hören Sie die lokalen...

Kleba 23. Feb 2022

Wenn ich überlege wie oft NINA in den letzten 2 Wochen hier (in Hamburg) gewarnt hat...

webprogrammer 23. Feb 2022

https://de.wikipedia.org/wiki/EU-Alert Dem liegt eine EU-Richtline zugrunde, welche von...



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