Bundesnetzagentur: Rufnummernmissbrauch und Ping-Anrufe sind rückläufig

Vor allem der Bereich sogenannter Ping-Anrufe ging deutlich zurück - dank gesetzlicher Vorgaben.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Bundesnetzagentur hat dieses Jahr deutlich weniger Beschwerden erhalten als im Jahr zuvor.
Die Bundesnetzagentur hat dieses Jahr deutlich weniger Beschwerden erhalten als im Jahr zuvor. (Bild: Pixabay/CC0 1.0)

Im Jahr 2020 gab es deutlich weniger Beschwerden zu Rufnummernmissbrauch als noch ein Jahr zuvor. Einen deutlichen Rückgang gab es bei sogenannten Ping-Anrufen - dafür dürften auch gesetzliche Vorgaben gesorgt haben. Bis Mitte Dezember 2020 gab es nach Angaben der Bundesnetzagentur 88.541 schriftliche Beschwerden und Anfragen zu Rufnummernmissbrauch. Bis zum Jahresende werden rund 90.000 Beschwerden erwartet. Ein Jahr zuvor verzeichnete die Behörde noch etwas mehr als 125.000 Beschwerden - ein Effekt der Coronavirus-Pandemie war laut Bundesnetzagentur nicht auszumachen.

Stellenmarkt
  1. IT-Architekt*in für IT-Security - Zero Trust Architecture und Cloud Security (w/m/d)
    Landeshauptstadt München, München
  2. Softwareentwickler IoT (m/w/d)
    Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar
Detailsuche

Über 25.000 Beschwerden betrafen im aktuellen Jahr belästigende Anrufversuche und ebenfalls mehr als 25.000 Eingaben entfielen auf unerwünschte Fax-Werbung. Zur Bekämpfung des Rufnummernmissbrauchs wurden mehr als 700 Rufnummern ganz abgeschaltet. Im Jahr 2019 blickte die Behörde auf etwa 530 Rufnummernabschaltungen zurück.

Außerdem hat die Behörde zu etwa 5.500 Rufnummern Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote erlassen; ein Jahr zuvor waren es rund 6.700 Fälle. Erneut seien insbesondere in Hackingfällen unberechtigte Zahlungen in erheblichem Umfang verhindert worden. Die Behörde ist dieses Jahr wiederholt eingeschritten, als coronabedingt Flüge und Urlaubsreisen storniert werden mussten. Dabei seien Kosten durch Einsatz rechtswidriger Warteschleifen entstanden.

Deutlicher Rückgang bei Beschwerden zu Ping-Anrufen

Im Bereich sogenannter Ping-Anrufe haben neue rechtliche Rahmenbedingungen für einen deutlichen Rückgang der Beschwerden gesorgt. Auf über 31.000 schriftliche Beschwerden zu Ping-Anrufen im Jahr 2019 folgten dieses Jahr nur noch rund 6.500 Eingaben. Bereits 2019 hatte die Behörde angeordnet, dass bei Mobilfunkanrufen für bestimmte internationale Vorwahlen eine kostenlose Preisansage geschaltet werden muss.

Golem Karrierewelt
  1. IPv6 Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    04./05.10.2022, virtuell
  2. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Bei sogenannten Ping-Anrufen klingelt das Telefon nur kurz und Betrüger setzen darauf, dass in einer Art Reflex zurückgerufen wird. Dabei erfolgen die Anrufe aus Ländern, die ähnliche Auslandsvorwahlen wie deutsche Städte haben, nur dass die Länderkennung eine Null mehr hat. Beim Blick auf die Anrufliste soll es so aussehen, als ob der Anruf aus Deutschland kommt. Die Ansage des Preises sorgt offenbar dafür, dass potenzielle Opfer dieses Betrugsversuchs auflegen, bevor Gebühren entstehen können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


raphaelo00 01. Jan 2021

Ja das ist der Grund warum ich immer auch eine deutsche Nummer brauche, obwohl ich wegen...

gamer998 31. Dez 2020

steht im letzten Absatz

Duke_83 30. Dez 2020

dummerweise auch viele echte Kontakte in UK. Dachte das wäre auf mich persönlich bezogen...

Lehmroboter 30. Dez 2020

Auch anstregend sind die Predictive Dialer der Call Center. Diese kommen im Grunde einen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Core-i-13000
Intel präsentiert Raptor Lake mit bis zu 5,8 GHz

Auf der Innovation hat Intel die 13. Core Generation vorgestellt. Kernzahl, Takt und Effizienz sollen deutlich steigen.

Core-i-13000: Intel präsentiert Raptor Lake mit bis zu 5,8 GHz
Artikel
  1. Ukrainekrieg: Meta stoppt ausgefeilte russische Desinformationskampagne
    Ukrainekrieg
    Meta stoppt ausgefeilte russische Desinformationskampagne

    Gefakte Webseiten deutscher Medien machen Stimmung gegen die Russland-Sanktionen. Die falschen Artikel wurden über soziale Medien verbreitet.

  2. Creative Commons, Pixabay, Unsplash: Rechtliche Fallstricke bei Gratis-Stockfotos
    Creative Commons, Pixabay, Unsplash
    Rechtliche Fallstricke bei Gratis-Stockfotos

    Pixabay, Unsplash, CC ermöglichen eine gebührenfreie Nutzung kreativer Werke. Vorsicht ist dennoch geboten: vor Abmahnmaschen, falschen Quellenangaben, unklarer Rechtslage.
    Eine Analyse von Florian Zandt

  3. Ukrainekrieg: Ericsson entlässt seine Beschäftigten in Russland
    Ukrainekrieg
    Ericsson entlässt seine Beschäftigten in Russland

    Der Konzernchef kündigt das Ende des Betriebs in Russland an. Bislang profitierte Ericsson von Ausnahmeregelungen von den Exportsanktionen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AMD Ryzen 7000 jetzt bestellbar • CyberWeek: PC-Tower, Cooling & Co. • Günstig wie nie: Asus RX 6700 XT 539€, Acer 31,5" 4K 144 Hz 899€, MSI RTX 3090 1.159€ • AMD Ryzen 7 5800X 287,99€ • Xbox Wireless Controller 49,99€ • MindStar (Gigabyte RTX 3060 Ti 522€) [Werbung]
    •  /